Russland gibt Weltcupfinale ab

Doping-Verdacht: FIS suspendiert russisches Langlauf-Sextett

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Die FIS suspendiert sechs russische Langläufer - und der russische Verband gibt die Austragung des Weltcup-Finales ab.

München - Als weitere Reaktion auf die Staatsdopingvorwürfe gegen Russland hat der Ski-Weltverband FIS sechs russische Langläufer bis auf weiteres suspendiert. Das teilte die FIS am Freitag mit.

Darüber hinaus gab die FIS bekannt, dass Russlands nordischer Ski-Verband auf die geplante Gastgeber-Rolle beim Weltcup-Finale der Langläufer (16. bis 19. März) in Tjumen verzichtet und die Veranstaltung zurückgegeben hat.

Die Suspendierung des russischen Sextetts bezeichnete die FIS als Konsequenz aus Ermittlungen des Internationalen Olympischen Komitees gegen die betroffenen Aktiven in Verbindung mit Dopingverstößen bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi. Das IOC hatte die FIS tags zuvor über die aufgenommenen Untersuchungen gegen die Sportler informiert. Die Namen der suspendierten Athleten teilte die FIS nicht mit.

Neuer Ausrichter für Weltcup-Finale steht noch nicht fest

Russlands Rückzug als Ausrichter des Langlauf-Weltcupfinales 2017 in Tjumen stellte die FIS als Zeichen des russischen Verbandes zur Rückgewinnung seiner Glaubwürdigkeit dar. Die Russen hätten ihre Entschlossenheit dazu gegenüber der FIS zum Ausdruck gebracht. Ein neuer Ausrichter für die Wettbewerbe des Weltcup-Finales steht noch nicht fest.

Das IOC hatte am Freitag die Aufnahme von Dopingermittlungen gegen insgesamt 28 russische Aktive bestätigt. Mutmaßlich gehören die sechs suspendierten Langläufer ebenso zu diesem Kreis wie zwei Biathleten aus Russland, die schon am vergangenen Donnerstag vorläufig gesperrt worden sind.

Vierte in Russland gestrichene Veranstaltung

Das Langlauf-Weltcupfinale von Tjumen wird als vierte in Russland geplante Großveranstaltung seit Veröffentlichung des McLaren-Reports vor rund zwei Wochen aus dem internationalen Sportkalender für 2017 gestrichen. 

Zuvor war Russland die Bob- und Skeleton-WM im Februar in Sotschi entzogen worden. Am Donnerstag entband der Eisschnelllauf-Weltverband ISU Russland von der Ausrichtung des Weltcup-Finales in Tscheljabinsk, während der russische Biathlon-Verband den Weltcup in der ersten März-Hälfte in Tjumen zurückgab.

SID

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