Viel los in Englands Fußball und Klopp im Krankenhaus

Top 5 des Wochenendes: Leicester und der doppelte Huth

Breite Brust: Der deutsche Ex-Nationalspieler Robert Huth führte Leicester zum Sieg bei Manchester City. Fotos:  dpa/Archiv

Abseits des rein sportlichen Geschehens gab es herzergreifende, kuriose und skurrile Geschichten. Besonders viel passierte auf der Insel in der Premier League. Wir fassen sie deshalb in unseren Top 5 des englischen Fußballs zusammen:

1. Den Hut ziehen: Genau vor einem Jahr führte Leicester City auch die Tabelle in Englands höchster Klasse an – allerdings von unten: Platz 20, 17 Punkte. Nach dem 3:1 beim Meisterschaftskonkurrenten Mancester City ist das Team jetzt mit 53 Zählern Tabellenerster. Das hat ein bisschen was von Brüder Grimm. Leicester darf mehr denn je vom Titel träumen. Längst hat sich die Verpflichtung von Claudio Ranieri als Trainer bezahlt gemacht.

2. Hut(h) ab: Wer in dieser Saison Tore für Leicester schießt, heißt Jamie Vardy oder Riyad Mahrez – meistens zumindest. Wer trifft jetzt in der dritten und in der 48. Minute? Robert Huth. Sie erinnern sich vielleicht an die lauten „Huth, Huth“-Rufe, die auch schon mal bei Auftritten der deutschen Nationalmannschaft zu hören waren. Gegen Manchester folgte der 31 Jahre alte gebürtige Berliner den üblichen Aufforderungen der Anhänger, rückte mit auf und war einmal per Fuß, einmal per Kopf erfolgreich. Ganz nebenbei bereinigte der 1,91 m große Verteidiger noch viele brenzlige Szenen vor dem eigenen Kasten.

3. Unter einen Hut bringen: 15 Jahre ist es her, dass Zeljko Buvac den nordhessischen Oberligisten SC Neukirchen trainierte. Samstag musste er Jürgen Klopp als Chefcoach des FC Liverpool vertreten, da seinem langjährigen Mitstreiter der Blinddarm entfernt worden war. Es war nicht das erste Mal, dass der 54-Jährige sein großes taktisches Verständnis auch emotional rüberbringen musste. Zu Dortmunder Zeiten rückte er mal auf, als „Kloppo“ für die Königsklasse gesperrt war. Die Veitstänze, für die sein extrovertierter Kollege bekannt ist, vollführte Buvac nicht. Aber das gab das Ergebnis auch nicht her: Die Partie gegen Sunderland endete 2:2 – nach 2:0-Führung.

4. Auf der Hut sein: Die Zuschauer in Liverpool sorgen traditionell an der Anfield Road für fantastische Stimmung. Aber alles lassen sie sich dann doch nicht bieten. Die Vereinsbosse müssen auf der Hut sein. Nachdem der Klub angekündigt hatte, die Eintrittspreise für die Haupttribüne zur kommenden Serie von 59 auf 77 Pfund zu erhöhen, entschlossen sich die betroffenen Besucher, das Stadion vorzeitig zu verlassen – unmittelbar nach Ablauf der 77. Minute. Es lichteten sich zusehends die Reihen. Netter Nebeneffekt: Den Fans blieben zwei Gegentore erspart.

5. Behutsam vorgegangen: Arsenal London kann sich im Titeltrennen keine Ausrutscher mehr erlauben, wenn es Leicester und Tottenham auf den Fersen bleiben will. In Bournemouth schoss Mesut Özil (23.) das 1:0 zum 2:0-Sieg. Er gab sozusagen den halben Huth.

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