Müller, Kimmich und Hummels treffen

Schnellcheck: Die Bayern haben mit Celtic keine Mühe - 3:0-Sieg

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Kimmich köpft: Nach einem wunderschönen Spielzug erzielt der Münchner Abwehrspieler den Treffer zum 2:0. Die Schotten um Torwart Craig Gordon staunen.

Kassel. Vier Jahre und fünf Monate nach dem Titelgewinn ist Jupp Heynckes triumphal auf die Bühne der Champions League zurückgekehrt. Der alte neue Münchner Trainer sah entspannt den 3:0 (2:0)-Sieg seines FC Bayern gegen Celtic Glasgow.

Gab es Überraschungen bei der Münchner Mannschaftsaufstellung? 

Nein, denn Jupp Heynckes heißt nicht Carlo Ancelotti. Jerome Boateng, Mats Hummels, Arjen Robben, Thomas Müller: Sie alle durften von der ersten Minute an mitmachen. Im Vergleich zum Bundesligaspiel gegen den SC Freiburg gab es nur eine Veränderung. Sebastian Rudy ersetzte im defensiven Mittelfeld den an der Schulter verletzten Javi Martinez. Aber als es 3:0 stand, hielt Heynckes auch die Reservisten bei Laune. Es kamen Arturo Vidal, James Rodriguez und Rafinha.

Wie war das Spiel? 

Spätestens nach sechs Minuten wurden die Bayern dominant, und schon nach 17 Minuten belohnten sich die Münchner für ihr ballsicheres und zielstrebiges Spiel. Lewandowskis Kopfball ist so platziert, dass ihn Torwart Gordon nicht festhalten kann, der Abstauber heißt Thomas Müller. Es steht 1:0.

Zwölf Minuten später steht es 2:0, und dieser Treffer ist noch schöner als der erste. Coman dribbelt und flankt wie aus dem Lehrbuch, und Kimmich köpft wie aus dem Lehrbuch. Was Kimmich kann, gelingt auch Hummels: Ecke Robben, Kopfball - nach 51 Minuten steht es 3:0.

Gab es umstrittene Entscheidungen? 

Gleich zu Beginn stand Schiri Sergej Karassew aus Russland im Blickpunkt. In der sechsten Minute wurde ein Treffer Thiagos annulliert, weil der Ball vor Lewandowskis Rückpass im Aus gewesen sein soll. Kurz darauf blieb Karassews Pfiff aus, als Lewandowski im Strafraum am Trikot festgehalten wurde. In der ersten Szene lag der Schiri richtig, in der zweiten falsch. Und als Robert Lewandowski zum vermeintlichen 4:0 traf, stand der Münchner Mittelstürmer tatsächlich im Abseits.

War auch ein Spieler arbeitslos? 

Na ja fast. Jedenfalls dauerte es bis zur 55. Minute, ehe Münchens Torwart Sven Ulreich erstmals am Ball war. Und in der 74. Minute musste sich der Neuer-Ersatz sogar anstrengen, um einen Treffer der ansonsten harmlosen Schotten zu verhindern.

Wie war die Stimmung rund um das Spiel? 

Klasse. Tolle Bilder gab es schon vor dem Spiel. Die grün-weißen Celtic-Fans übernahmen kurzerhand singend das Kommando in der Münchner Innenstadt. Allerdings gingen dabei auch so einige Getränkeflaschen zu Bruch. Stimmungsvoll wurde es auch im Stadion - ab Minute 67. Denn Celtic-Fans erinnern sich immer in genau dieser Minute an den größten Triumph des Klubs. Der wann stattfand? 1967. Sieg im Europapokal der Landesmeister.

Wie war die TV-Übertragung? 

Wenn Bela Rethy im ZDF kommentiert, ist die Fernsehgemeinde geteilter Meinung. In den Sozialen Netzwerken bekommt er Spitznamen wie „Comedytator des ZDF“. Nicht gerade liebevoll gemeint. Bot aber wenig Anlass zur Kritik.

Unumstritten ist dagegen Moderator Oliver Welke. Begeistert nicht nur in der heute-show mit Wortwitz, sondern auch bei Fußball-Übertragungen.

Gab es bemerkenswerte Resultate auf den anderen Plätzen? 

Ja, denn da war zumindest das 0:0 von Atletico Madrid bei Qarabag Agdam in Aserbaidschan.

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