Hochspringer Przybylko gewinnt Bronze

Leichtathletik-WM live: Die Halle als Formbarometer

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Abgehoben: Der deutsche Hochspringer Mateusz Przybylko überspringt in Birmingham 2,29 Meter.

Die Leichtathletik ist und bleibt in erster Linie eine Freiluftsportart. Vielleicht ist das der Grund, warum sie live lediglich im Livestream des Deutschen Leichtathletikverbandes übertragen wird.

ARD (Samstag, 17.50 - 18.00 Uhr) und ZDF (Sonntag, 17.10 - 18.00 Uhr) zeigen Zusammenfassungen.

Und dennoch: Meisterschaften in der Halle sind nicht nur dem Winter geschuldet. Zwei Wochen nach den Deutschen Hallenmeisterschaften finden an diesem Wochenende die 17. Hallen-Weltmeisterschaften im englischen Birmingham statt. Die Titelkämpfe dienen als internationales Formbarometer und Standortbestimmung. Ein Überblick.

Nur 22 Athleten hat der Deutsche Leichtathletikvergband für England nominiert. „Die Hallen-WM ist ein weiterer Zwischenschritt in der Vorbereitung auf den Jahres-Höhepunkt, die Heim-Europameisterschaften im August in Berlin“, sagt der Leitende Direktor Sport Idriss Gonschinska. „Wir haben in Berücksichtigung der individuellen Jahresplanungen sowohl erfahrene Athleten mit Endkampfchancen wie auch jüngere Sportler mit Perspektive nominiert, die bei der Hallen-WM wichtige Erfahrungen sammeln können.“

Gleich zu Beginn der erstmals viertägigen Wettkämpfe stand Hochspringer Mateusz Przybylko (TSV Bayer 04 Leverkusen) mit seiner Bronzemedaille im Fokus. Mit einem Sprung über 2,29 Meter holte der 25-Jährige etwas überraschend seine erste internationale Medaille.

Die bisher einzige Medaille eines deutschen Hochspringers bei einer Hallen-WM gewann übrigens Dietmar Mögenburg im Jahr 1989. „So lange ist das her. 29 Jahre, ich werde dieses Jahr 26. Das ist Wahnsinn. Das wurde aber auch mal Zeit“, sagte Przybylko zu diesem Thema.

Vorsichtige Zuversicht ist angesagt bei David Storl. Nach der verkorksten WM im vergangenen Jahr greift der zweimalige Kugelstoß-Weltmeister wieder an. Mit neuem Trainer, neuer Energie und ohne die alten Probleme mit dem Knie. „Mir macht es wieder mehr Spaß“, sagte der Leipziger Storl, der am Samstag (12.45 Uhr) in den Ring steigt. Mit seinen 21,19 Metern von den deutschen Hallen-Meisterschaften in Dortmund liegt er in der Welt derzeit auf Platz acht.

Regionale Starter

Aus regionaler Sicht ist nur die Göttingerin Neele Eckhardt am Start. Die Dreispringerin hat bei den Deutschen Hallenmeisterschaft in Dortmund 14,13 vorgelegt und wird voraussichtlich nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen (Samstag, 11 Uhr) können.

Fehlt in England: Pamela Dutkiewicz.

Eine, die durchaus Chancen auf einen Podestplatz gehabt hätte, hat freiwillig auf die WM verzichtet: die in Kassel geborene Hürdensprinterin Pamela Dutkiewicz, die für den TV Wattenscheidt startet. „Die Teilnahme wäre machbar gewesen“, sagte die 26-Jährige gestern am Telefon. Und warum ist sie dann nicht in England? „Gemeinsam mit meinem Trainer Slawomir Filipowski habe ich bereits im vergangenen Jahr nach dem dritten Platz bei der WM diese Entscheidung gefällt.“ Der Verzicht würde ihr schwer fallen, aber sie habe bereits mit dem Aufbautraining für die Freiluftsaison begonnen. Und Pamela Dutkiewicz weiß warum: „Ich verzichte bewusst auf ein Großereignis für ein noch größeres Ereignis: die Freiluft-EM in Berlin im August.“

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