Eishockey-Vorbereitungsturnier

Acht von 14 DEL-Klubs starten heute mit Cup der Hoffnung

Eishockey, Nationalspieler Moritz Müller von den Kölner Haien
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Ein Kölner in Kassel: Moritz Müller

Acht der 14 Mannschaften sind dabei und proben das, was sich die deutschen Eishockey-Fans ab 18. Dezember erhoffen: einen nahezu regulären Spielbetrieb auch im Oberhaus, aber ohne Fans.

Den Auftakt im MagentaSport-Cup bestreiten heute ab 19.15 Uhr Bremerhaven und Krefeld, am Donnerstag folgt das Gigantenduell Mannheim - München. Außerdem sind – aufgeteilt in zwei Gruppen – Berlin, Wolfsburg, Schwenningen und Düsseldorf dabei.

Nicht ganz freiwillig, wie gemunkelt wird, aber im besten Willen, der Deutschen Eishockey-Liga so den zum Überleben elementaren TV-Vertrag mit der Streaming-Sparte der Telekom zu retten und sich selbst für den ersehnten DEL-Spätstart in Form zu bringen.

Bis zum 8. Dezember wird MagentaSport dienstags bis sonntags je eines der sechs Gruppenspiele pro Team live zeigen, die beiden Ersten jeder Staffel erreichen das Vierer-Finalturnier vom 10. bis 13. Dezember.

„Cup der Hoffnung mit einem guten DEL-Mix“, sagt das Schwenninger DEL-Urgestein Andreas Renz über das Turnier. „Wir sind alle froh, dass es jetzt losgeht. Ich denke, wir haben mit der Nationalmannschaft beim Deutschland-Cup ein Zeichen gesetzt, dass es geht“, sagt Münchens Nationalspieler Yannic Seidenberg.

Doch welche Spieler können die Fans zumindest, aber auch nur im Pay-TV erleben? Gewiss, da sind angesichts der NHL-Pause bis mindestens Anfang Januar nun Stars wie Edmontons Dominik Kahun (München), die Nationalspieler Marc Michaelis (Vancouver) und Lean Bergmann (San José) in Mannheim und NHL-Torwart Jonas Johansson (Buffalo) aus Schweden in Krefeld.

Auf der anderen Seite aber verzichten sechs Klubs auf eine Teilnahme und haben wie Nürnberg und Köln Spieler in untere Ligen verliehen. „Natürlich wäre ich gern mit den Haien bei diesem Turnier dabei“, sagt der Kölner Kapitän Moritz Müller, der mit Marcel Müller und Dominik Tiffels derzeit in Kassel zweite Liga spielt. „Aber ich habe da durchaus gemischte Gefühle. Zum einen, weil wir auch mit der DEL hätten starten können, wenn jetzt alle Klubs mitmachen würden. Und zum anderen, weil ich Verständnis für die Kölner Absage habe.“

Denn, so Müller, „die Haie haben angesichts der größten Halle ohne Zuschauer auch die größten Einnahmeverluste und mit der größten Fallhöhe auch das größte Risiko.“ Ihm sei wichtiger, dass „die Kölner finanziell überleben und am 18. Dezember mit allen anderen in die DEL starten“. Dafür verzichten Müller, Müller und Co. auf bis zu 60 Prozent Gehalt, dafür kaufen Fans ohne Gegenleistung Dauerkarten, dafür sollen 100 000 virtuelle Unterstützer-Tickets à zehn Euro abgesetzt werden.

(Gerald Schaumburg)

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