Weltmeister

Magnus Carlsen schlägt Fabiano Caruana - er ist der "Mozart des Schachs"

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Lange hat es gedauert, jetzt hat er den Pokal: Der Norweger Magnus Carlsen ist alter und neuer Schach-Weltmeister.

Sie nennen ihn „den Mozart des Schachs“ oder „das Wunderkind aus Norwegen“. US-Medien gaben ihm einmal den Spitznamen „Justin Bieber des Schachs“.

Zugegeben: Magnus Carlsen, braun gebrannt, durchtrainiert und charmant, tritt nicht unbedingt so auf, wie man sich den besten Schachspieler der Welt vorstellt. Und doch ist der 27-Jährige schon jetzt eine Legende am Brett. Seit fünf Jahren ist es keinem seiner Gegenüber gelungen, ihn zu bezwingen. Auch Herausforderer Fabiano Caruana gelang das nicht: Carlsen ist alter und neuer Schach-Weltmeister.

Heute ist er unser Star in Zahlen.

3 Schwestern hat Magnus Carlsen, und die sind mächtig stolz auf ihren Bruder: „Der weltbeste kleine Bruder hat es wieder getan“, twitterte seine ein Jahr ältere Schwester Ellen nach der entscheidenden Partie am Mittwoch. Ellen Carlsen, ebenfalls erfolgreiche Schachspielerin, gewann 2007 die Nordische Meisterschaft, inzwischen hat sie die Turnierspiele aufgegeben.

Dieses Video ist ein Inhalt der Videoplattform Glomex und wurde nicht von der HNA erstellt.

Magnus Carlsen spielt blind Schach

10 Gegner gleichzeitig hatte Magnus Carlsen einmal vor sich. Sie alle waren Juristen der Harvard-Universität. Und Carlsen? Der war blind, hatte sich die Augen verbinden lassen. Zug für Zug speicherte er in seinem Gedächtnis ab – und besiegte sie am Ende alle.

22 Jahre und damit blutjung war Carlsen, als er eigentlich alles erreicht hatte, was es im Schach zu erreichen gibt. Im November 2013, wenige Tage vor seinem 23. Geburtstag, räumte Carlsen seinen ersten Weltmeistertitel in Indien ab.

50 Teile und mehr hatten die Puzzlespiele, die Magnus Carlsen bereits im Alter von zwei Jahren zusammengesetzt hat. Das Spiel der Könige entdeckte der Kanadier „erst“ mit fünf Jahren für sich.

Carlsen und Caruana sind Mitglied in der OSG

300 Mitglieder zählt die Ooser Schachgesellschaft Baden-Baden (OSG). Zwei von ihnen haben sich am Mittwoch im Tiebreak gegenüber gesessen: Sowohl Magnus Carlsen als auch Herausforderer Caruana gehören dem OSG, dem einzigen Bundesstützpunkt für Schach in Deutschland an.

1,2 Millionen US-Dollar im Jahr verdiente Carlsen laut der New York Times bereits 2012. Allerdings nicht nur durch siegreiche Schach-Partien. Als 19-Jähriger gründete er die Vermarktungsfirma „Magnuschess“. Nur ein Jahr später bot ihm die Modefirma G-Star einen Modellvertrag an. Wochenlang hing der 20-Jährige mit dem markanten Gesicht in Europas Innenstädten aus. 2013 wählte ihn das Time Magazine unter die 100 einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt. Als Schachgenie begeistert er ein ganzes Land.

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