Nach Olympia-Silber

Marco Sturm hört als Bundestrainer auf - es zieht ihn in die NHL

+
Marco Sturm

Er führte die deutsche Mannschaft sensationell ins Finale der Olympischen Spiele: Marco Sturm wechselt als Trainer in die NHL.

Los Angeles - Bundestrainer Marco Sturm verlässt den Deutschen Eishockey-Bund und übernimmt den Posten des Assistenztrainers bei den Los Angeles Kings in der nordamerikanischen Profiliga NHL. Das meldeten die Kalifornier am Sonntag. 

Sturm, der das Team im Februar zu Olympia-Silber geführt hatte, betreut die deutsche Mannschaft nur noch beim Deutschland-Cup ab Donnerstag in Krefeld. Im Mao dagegen endete die WM in Dänemark enttäuschend - mit einem frühen Aus des DEB-Teams.

Video: Darum wechselt Eishockey-Bundestrainer Marco Sturm in die NHL

Vom Bundestrainer zum Assistenztrainer

Der 40-Jährige übernimmt den Posten des Assistenztrainers bei den Los Angeles Kings in der nordamerikanischen Profiliga NHL. Die Kalifornier gaben die Verpflichtung des Bayern am Sonntag bekannt. Der Wechsel Sturms, der als Spieler unter anderem schon bei den Kings aktiv war, ist Folge der Trennung von Cheftrainer John Stevens, ihn ersetzt Willie Desjardins.

„Sturm bat vergangene Woche um die Freigabe und damit die Auflösung seines Vertrages als Bundestrainer. Diesem Wunsch wird der DEB nach dem bevorstehenden Deutschland Cup in Krefeld nachkommen“, teilte der Deutsche Eishockey-Bund mit. Beim traditionellen Vierer-Turnier von Donnerstag bis Sonntag trifft sein Team auf Russland, die Slowakei und die Schweiz.

„Ein deutscher Trainer in der NHL ist auch ein Aushängeschild“

„Nachdem Marco mit dieser Bitte auf uns zugekommen ist, haben wir uns intensiv damit beschäftigt und sind letztlich zum Entschluss gekommen, dass wir ihm diese Chance nicht verbauen können. Ein deutscher Trainer in der NHL ist auch ein Aushängeschild für unser Eishockey“, sagt DEB-Präsident Franz Reindl.

Sturm erklärte: „Der Zeitpunkt der Anfrage kam auch für mich überraschend. Aber die NHL war auch als Trainer immer mein Ziel, deshalb geht für mich ein Traum in Erfüllung. Ich bin dem DEB nicht nur dafür dankbar, dass er mir diesen Schritt ermöglicht, sondern auch dafür, dass er mir die Chance zum Einstieg in das Geschäft gegeben hat.“

Der frühere Nationalspieler, der mit mehr als 1000 Einsätzen deutscher Rekordspieler in der NHL ist, machte nie ein Geheimnis daraus, auch als Trainer gerne in der Zukunft einmal in der NHL tätig sein zu wollen. „Momentan bin ich Bundestrainer und mir macht es auch einen Riesenspaß“, bekräftigte Sturm noch nach dem Abschluss der Weltmeisterschaft im Mai im dänischen Herning.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.