Mit Moral und Entschlossenheit

Hessenliga: KSV Baunatal beeindruckt beim 3:3 gegen Tabellenführer Fulda

Auf Tuchfühlung: Fuldas Markus Gröger (links) kommt hier gegen Baunatals Stürmer Sebastian Schmeer nicht zum Zug.
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Auf Tuchfühlung: Fuldas Markus Gröger (links) kommt hier gegen Baunatals Stürmer Sebastian Schmeer nicht zum Zug.

Schlechter hätte der Anfang kaum sein können. Die Hessenliga-Fußballer des KSV Baunatal hatten sich am Samstag noch gar nicht so richtig formiert, da stand es bereits 0:1 im Spiel gegen den Tabellenführer SG Barockstadt Fulda-Lehnerz.

Baunatal - Dass das Spiel auf dem Baunataler Kunstrasenplatz dann doch völlig verdient für die Gastgeber mit 3:3 (2:1) endete, war ein deutliches Signal an die Mitkonkurrenten und auch an die rund 200 Zuschauer – alles in allem „ein Beweis von Moral und Entschlossenheit“, wie KSV-Trainer Tobias Nebe nach dem Spiel sagte.

Dabei hätte die Partie durchaus einen anderen Verlauf nehmen können. Keine Minute war vergangen, als Fuldas Offensivkraft Tobias Göbel im KSV-Strafraum sträflich allein gelassen wurde und das Spielgerät mit einem eleganten Heber über Baunatals Torhüter Max Stellbogen ins KSV-Tor bugsierte. Danach schien die Baunataler Niederlage gegen den Favoriten vorprogrammiert zu sein. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf das KSV-Tor zu, während die Nebe-Elf hilflos wirkte. Allerdings nur bis zur 13. Minute: Sebastian Schmeer kommt rund 15 Meter vorm Tor an den Ball, zögert erst, schießt dann doch. Fuldas Torwart Tobias Wolf bekommt das Leder auf der Linie nicht unter Kontrolle, und Manuel Pforr ist zur Stelle.

Die Gäste wirken irritiert, und das Baunataler Sturm-Duo spielt sich jetzt richtig warm. In der 31. Minute ist es wieder Schmeer, der die Initiative ergreift. Von links kommend, zieht er die Aufmerksamkeit der Fuldaer Denfensivkräfte auf sich, schießt aber nicht, sondern flankt auf Pforr, der an der kurzen Ecke lauert und nur noch einzuschieben braucht. „Nach dem Nackenschlag vom Anfang haben Sebastian und Manuel für die Wende zu unseren Gunsten gesorgt“, freut sich Trainer Nebe nach dem Spiel.

Das sehen die Gäste nach dem 2:1 aus KSV-Sicht allerdings anders. Erst mit Glück nach einem von Fatih Üstün verursachten Handelfmeter (48.) und dann nach einem präzise im Eck platzierten Kopfball (54.), bei dem Stellbogen chancenlos war, kommt die SG erst ins Spiel zurück und geht dann zum zweiten Mal in Führung.

Ein erneuter Rückschlag, von dem sich Baunatal nicht erholen kann? Nein. Die temporeiche Partie hat allerdings ihren Preis. Nebe reagiert darauf bis zum Spielende mit drei Auswechslungen und hat bereits mit der ersten das richtige Gespür. In der 54. Minute kommt Hüseyin Cakmak für Berke Durak und lässt keinen Zweifel daran, dass eine Niederlage noch abgewendet werden kann. Auch Pforr und nach dessen Auswechslung Schmeer arbeiten unermüdlich weiter nach vorn und werden schließlich belohnt. Cakmak ist nur noch durch ein Foul zu stoppen und verwandelt den anschließenden Elfmeter (81.) selbst.

Entsprechend treffend fiel danach auch die Bilanz des 22-Jährigen aus: „Fulda hatte in der ersten Halbzeit tolle Chancen, aber danach haben wir ihre Fehler ausgenutzt.“ (Martin Scholz)

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