1. Startseite
  2. Sport

Nach dem Training ins Eiswasser – Eric Valtingojer ist erfolgreicher Motocrossfahrer und auf Sponsorensuche

Erstellt:

Von: Tanja Temme

Kommentare

Auf dem Foto ist ein Mann zu sehen.
Nordhessens Vorzeigecrosser: Eric Valtingojer hat eine Kawasaki zum Trainieren und eine für Rennen. Allein der Verschleiß an den Motorrädern verursacht hohe Kosten. Deshalb sucht der 22-Jährige nun Sponsoren. © Tanja Temme

Wir haben Eric Valtingojer aus Stammen besucht. Er ist leidenschaftlicher Motocross-Fahrer.

Stammen – Wer regelmäßig in einen Kübel mit Eiswasser springt, mehrmals pro Woche zum Training nach Holland fährt, und fast täglich mehrere Stunden Sport betreibt, der weiß was er will. Nämlich: „Einmal bei der Weltmeisterschaft mitfahren“, sagt Eric Valtingojer, der in unserer Region mit Abstand zu den besten Motocross-Fahrern zählt.

Erst mit 13 Jahren kam der Stammer zu dem rasanten Sport, der von gewagten Kurvenfahrten, atemberaubenden Sprüngen und jeder Menge Schlamm und Krach geprägt ist. „Als Zuschauer bei einem Rennen hat es bei mir Klick gemacht“, sagt der 22-Jährige, dem der Sport eigentlich in die Wiege gelegt wurde, war doch auch sein Vater einst sehr erfolgreich auf internationalen Strecken unterwegs. So wundert es wenig, dass auch sein Sohn in den Profibereich wechselte.

Eric Valtingojer muss ein staraffes Fitnessprogramm bewältigen

Seit dieser Entscheidung vor drei Jahren muss der Sportmanagement-Student ein straffes Fitnessprogramm bewältigen: „Für Motocross muss man extrem gut durchtrainiert sein“, erklärt er. Deshalb beginne und ende sein Tag etwa mit Dehnübungen, die er eine halbe Stunde jeweils durchzieht. Zusätzlich gehören Gymnastik, Radfahren, Laufen oder Schwimmen zu seinen Alltagspflichten. Damit sich seine Muskeln regenerieren, schreckt der junge Sportler nicht mal davor zurück, nach dem Training in eine Tonne mit Eisbrocken und Wasser zu springen.

Da auf der Strecke höchste Konzentration gefordert ist, gehört auch Mentaltraining zu den regelmäßigen Übungen. „Bei einem Rennen muss ich hundert Prozent bei der Sache sein – da wir meist eine halbe Stunde fahren, muss man trainieren, fokussiert zu bleiben.“ Neben all dem ist auch ein Ausgleich wichtig.

Eric Valtingojer ist auf der Suche nach Sponsoren – um seinen Traum weiterverfolgen zu können

„An einigen Tagen mache ich einfach gar nichts oder treffe mich mit Freunden oder verbringe Zeit mit meiner Freundin“, sagt er.

Neben all der Freude, die der junge Trendelburger an seinem Sport hat, gibt es auch einen Wermutstropfen – nämlich die immens hohen Kosten. Beispielsweise fährt Valtingojer derzeit jede Woche zwei Mal nach Holland zum Training. „Leider gibt es bei uns keine Sandstrecken, die man im Winter fahren kann“, sagt er. Deshalb müsse er solche Fahrten auf sich nehmen. Neben den Benzinkosten kommt einiges für seine Kawasakis zusammen, deren Reifen, Ketten oder Bremsbeläge etwa häufig ausgetauscht werden müssen.

„Es kommt viel zusammen, weshalb ich dringend Sponsoren suche, denn ohne finanzielle Unterstützung geht es auf Dauer nicht“, meint er. Im Gegenzug würde er natürlich fleißig Werbung für seine Partner machen. (Tanja Temme)

Auch interessant

Kommentare