27:21-Heimsieg gegen Lemgo

Vor Ort beim ersten Heimspiel der MT Melsungen: Getrommelt wird nun im Sitzen

Ankunft: Die MT-Trommler (von links) Markus Martin, Nadine Rohleder und Jürgen Ferschke.
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Ankunft: Die MT-Trommler (von links) Markus Martin, Nadine Rohleder und Jürgen Ferschke.

Das erste Saison-Heimspiel liegt hinter den Handballern des Bundesligisten MT Melsungen. So war die Stimmung bei der Partie gegen den TBV Lemgo Lippe.

Kassel – „Ich bin ein bisschen aufgeregt“, sagt Barbara Braun--Lüdicke. Als die Aufsichtsratsvorsitzende des Handball-Bundesligisten MT Melsungen an der Kasseler Rothenbach-Halle ankommt, sind es noch fast eineinhalb Stunden bis zum Anwurf. Aber es ist eben auch kein normaler Spieltag. Es ist das erste Melsunger Punktspiel seit sieben Monaten.

„Ich hoffe, dass sportlich und organisatorisch alles gut über die Bühne geht“, ergänzt Braun-Lüdicke. So viel sei verraten: Sportlich wird es ein großartiger Abend: Die MT gewinnt unerwartet klar 27:21 gegen den TBV Lemgo Lippe.

2100 Besucher dürfen nach dem MT-Hygienekonzept in die Halle. Nicht alle Dauerkarteninhaber sind gekommen. Auch einige der Plätze, die nicht abgeklebt sind, bleiben leer. „Mit etwas Unsicherheit bin ich schon hierher gekommen“, erklärt Markus Martin vom Fanclub Trommler. „Trotzdem überwiegt die Vorfreude, und das Vertrauen in die Arbeit der MT ist auch groß.“ Zumindest hat sich die Position der Trommler unterm Dach nicht groß geändert.

Ihr Plätze sind immer noch hinter einem Tor. Der kleine Unterschied: Jetzt müssen sie sitzen – in Reihe eins. Der Bundesligist hat coronagerecht die Steh- durch eine Sitzplatztribüne ausgetauscht. „Damit kommt noch etwas mehr Arena-Feeling hier hinein“, erklärt Manager Axel Geerken. Die Tribüne hat die MT angemietet. In Kassel stand sie aber schon öfter – für das Feuerwerk der Turnkunst.

„Wir mussten sie aber erst noch Zentimeter für Zentimeter näher an die Wand dahinter schieben, sonst hätte sie im Tor gestanden“, erläutert Jens Müller. Er ist in erster Linie für die Computertechnik bei den Bundesliga-Heimspiel zuständig. Da er aber schon nach dem Umzug der Melsunger 2007 aus Rotenburg nach Kassel beim Aufbau der Haupttribünen geholfen hat, wurde er nun auch in diese Installation einbezogen.

Der Herr der Computertechnik: Jens Müller.

Vor Corona verbrachte Müller vor einem Heimspiel der Melsunger bis zu 15 Stunden in der Rothenbach-Halle. Jetzt, so berichtet er, seien es 40, 50 Stunden gewesen – insbesondere wegen der neuen elektronischen Datenerfassung, die erst durch das Hygienekonzept erforderlich wurde.

„Wenn ich einen Hut aufhätte, dann würde ich ihn vor den Menschen ziehen, die ein Spiel mit so vielen Besuchern möglich gemacht haben“, sagt MT-Mäzenin Braun-Lüdicke. „Hier hat jeder mehr als sein Bestes gegeben.“ Neben Manager Geerken und seinem Team in der Geschäftsstelle lobt sie auch die Messe Kassel und die vielen Dienstleister.

Als Braun-Lüdicke ihren Platz eingenommen hat und das Spiel läuft, entsteht nicht der Eindruck, als wäre die Halle nur zur Hälfte gefüllt. Die Trommler geben den Takt vor, und 1546 Fans machen mit. Kein Wunder, auf solche Momente haben sie lange warten müssen – fast genau sieben Monate. Damals gab es ein 28:26 gegen die HSG Wetzlar. Diesmal wird es noch klarer. (Björn Mahr)

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