23:28 - MT kassiert nächsten Dämpfer

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Ausgebremst: Melsungens Malte Schröder (rechts) bleibt an Fabian Böhm vom HBW Balingen-Weilstetten hängen.

Balingen. Für die Handballer der MT Melsungen rückt der ersehnte fünfte Tabellenplatz in immer weitere Ferne. Nach der schmerzhaften Niederlage gegen Göppingen hat der heimische Bundesligist beim HBW Balingen-Weilstetten den nächsten Dämpfer kassiert.

Die Mannschaft von Trainer Michael Roth verlor am Mittwochabend 23:28 (12:14) gegen die Gallier von der Alb - damit ist der Traum vom Europapokal so gut wie ausgeträumt.

Gegen die stark ersatzgeschwächten Schwaben, die ohne Nationalspieler Martin Strobel und den französischen Torjäger Olivier Nyokas antraten, hatten die Bartenwetzer dennoch große Probleme. Bundesliga-Debütant Jan Remmlinger sorgte nach wenigen Sekunden für die Balinger Führung, die Denni Djozic per Siebenmeter ausbaute (2:0/ 2.). Melsungen blieb zunächst blass, fand keine Mittel gegen die bekannt aggressive 3:2:1-Abwehr des HBW.

Diese Emotionen brachten die Nordhessen nicht auf die Platte - und fielen weiter zurück. Fabian Böhm traf zum 5:2 (7. Minute). Roth haderte, forderte mehr Initiative von seiner Defensivabteilung. Die wirkte jedoch auch in der Folge müde - und auch Torwart Mikael Appelgren bekam keinen Ball zu fassen.

Der MT-Trainer reagierte auf den lethargischen Auftritt, bat nach dem 6:10-Rückstand (14.) zur Extrabesprechung. Seine Ansprache zeigte keine Wirkung. Im Gegenteil. Böhm und der Ex-Melsunger Alexandros Vasilakis schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe: auf 13:7 (17.). Roth stellte um, brachte neues Personal auf den Halbpositionen und ließ offensiver verteidigen. Die Rochaden zeigten Wirkung, nach sechs torlosen Minuten der Balinger brachte Johannes Sellin die MT beim 10:13 wieder in Schlagdistanz (26.). Ein Treffer mit Signalwirkung: Zur Pause waren die Nordhessen wieder dran (12:14).

Pressekonferenz

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es vorerst ein Duell auf Augenhöhe. Zunächst stellte Vasilakis den alten Drei-Tore-Abstand wieder her (15:12/ 32.), ehe die Gäste aus Nordhessen beim 14:15 wieder herankamen. Die Bartenwetzer standen nun deutlich besser in der Abwehr - und hatten offensiv das bessere Konzept und die stärkeren Individualisten. Momir Rnic sorgte beim 16:16 erstmals für den Ausgleich (38.). Aber erneut leistete sich Melsungen zwei einfache Fehler und lag wieder zurück.

Was den Nordhessen nicht nur in dieser Phase fehlte? Der bedingungslose Wille! Den zeigten die Balinger, die auf 21:17 davonzogen (44.). Den Vier-Tore-Vorteil konservierte der HBW zunächst. Auszeit Roth. Erneut versuchte der Trainer zu korrigieren, erneut ohne Erfolg. Balingen-Weilstetten baute den Vorsprung wieder auf komfortable vier Treffer aus (23:19/ 50.).

Roth riskierte alles, ließ in den letzten Minuten offensiv verteidigen. Vergebens: Die gallische Abwehr hielt. Als Faruk Vrazalic mit seinem fünften Treffer das 27:22 (57.) erzielte, war die Partie entschieden.

Von Marcus Arndt

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