MT Melsungen verliert gegen Tabellenschlusslicht DHC Rheinland

Typische Szene: Bartosz Konitz (in Weiß) vom DHC Rheinland setzt sich gegen gegen den Melsunger Anton Mansson (vorn, in Rot) durch. Im Hintergrund: Andrej Klimowets. Foto: Zaunbrecher

Dormagen. Nichts zu holen gab es Sonntagabend für die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen beim insolventen, aber stark aufspielenden Schlusslicht DHC Rheinland.

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Mit 24:31 (13:15) unterlag die Mannschaft von Trainer Michael Roth vor 2295 Zuschauern im Bayer-Sportcenter dem Klub aus Dormagen.

Weil mit Friesenheim, Burgdorf und Ahlen-Hamm auch die anderen Mannschaften im Tabellenkeller verloren, stehen die Bartenwetzer zumindest weiterhin auf Platz 14 der Tabelle.

„Es gibt bei so einem Spiel nur zwei Möglichkeiten: Gewinnen oder Blamieren. Wir haben uns für das Blamieren entschieden“, stellte Roth nach dem Abpfiff konsterniert fest. Ganz andere Töne schlug Kai Wandschneider, Coach der Gastgeber, an: „Die Mannschaft hat schon in Berlin mit ganz viel Herz gespielt, und das hat sie heute auch vor sensationellen Zuschauern getan. Die Spieler sind alle bis an ihre Grenzen gegangen, nachdem sie sich zuletzt mehr mit den Unterlagen für das Arbeitsamt beschäftigt haben.“

Von Beginn an deutete sich an, dass es nicht einfach werden würde für die Melsunger. Wandschneider hatte seine Mannschaft umstellen müssen, denn mit Kristian Nippes, Sigurbergur Sveinsson und Vitali Feshchanka gehörten drei Spieler bereits nicht mehr zum Kader. Doch die Gastgeber machten aus der Not eine Tugend. Wer gedacht hatte, sie würden Kanonenfutter für die Melsunger werden, der wurde von Beginn an eines Besseren belehrt. Die Bartenwetzer erzielten durch Michael Allendorf zwar das erste Tor des Tages. Doch danach machten die Gastgeber das Spiel und ließen sich nur selten den Schneid abkaufen. Schnell lag die MT mit 2:5 (8. Minute) zurück. Zwar führte Spielmacher Nenad Vuckovic die MT immer wieder heran, doch viel zu häufig machte sich das Team das Leben selbst schwer: Vier Zeitstrafen für die Gastgeber ließen sie beispielsweise in der ersten Halbzeit ungenutzt, während sie im Gegenzug gleich drei Tore in Unterzahl kassierten.

Ein ums andere Mal entpuppte sich auch der Torsteher der Melsunger als Unsicherheitsfaktor. Mario Kelentric blieb lange Zeit blass, zeigte erst nach dem Seitenwechsel neun Paraden. Doch das war zu wenig. Besonders bitter wurde es für die Melsunger dann in der Schlussphase: Das Aufbäumen nach dem Seitenwechsel und die zwischenzeitliche 22:21-Führung waren angesichts der desolaten Schlussphase schnell vergessen. Denn in den letzten zehn Minuten brach die MT vollständig ein und zeigte keinerlei Gegenwehr mehr. Bitter: Der erst 17-jährige Dennis Szczesny setzte in seinem ersten Heimspiel für den DHC den Schlusspunkt.

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