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25:26 beim HSV Hamburg – diesmal fehlt MT Melsungen ein Tor

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Von: Björn Mahr

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Durchgetankt: Melsungens Kai Häfner (Mitte) kommt gegen die Hamburger Manuel Späth (links) und Jan Forstbauer zum Wurf.
Durchgetankt: Melsungens Kai Häfner (Mitte) kommt gegen die Hamburger Manuel Späth (links) und Jan Forstbauer zum Wurf. © Alibek Käsler

Der kleine Lauf ist schon gestoppt. Nach drei Siegen in Folgen mussten sich die Handballer des Bundesligisten MT Melsungen im Wiederholungsspiel dem gastgebenden HSV Hamburg 25:26 (13:13) geschlagen geben.

Hamburg/Kassel - Der kleine Lauf ist schon gestoppt. Nach drei Siegen in Folgen mussten sich die Handballer des Bundesligisten MT Melsungen im Wiederholungsspiel dem gastgebenden HSV Hamburg 25:26 (13:13) geschlagen geben. Dabei hatten sich die Gäste die Niederlage selbst zuzuschreiben.

„Der HSV war gefühlt giftiger“, erklärte der starke MT-Schlussmann Silvio Heinevetter am Sky-Mikrofon. Und Kapitän Kai Häfner zeigte sich im Interview beim Bezahlsender ebenfalls selbstkritisch: „Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht. Das haben die Hamburger bestraft.“ So reisten die Melsunger wie schon Ende Oktober mit keinem guten Gefühl aus der Hansestadt ab.

Schütze des 18:18: Melsungens Linksaußen Michael Allendorf.
Schütze des 18:18: Melsungens Linksaußen Michael Allendorf. © Alibek Käsler

Vor vier Wochen war die Begegnung wegen eines medizinischen Notfalls in der 23. Minute abgebrochen worden. Damals hatten die Nordhessen 11:8 geführt. Diesmal stand es zu diesem Zeitpunkt 10:10. Was durchaus den Spielverlauf widerspiegelte. Allerdings wäre eine kleine Melsunger Führung auch möglich gewesen, denn Torwart Heinevetter war von Beginn an ein großartiger Rückhalt – mal wieder. Das Manko im MT-Spiel: etliche technische Fehler. Auch dazu passte die Formulierung „mal wieder“.

Melsungen lag in der zehnten Minute nach einem Doppelschlag von Yves Kunkel und Julius Kühn 5:3 vorn. Bester Werfer im ersten Abschnitt war allerdings der Halbrechte Häfner mit vier Treffern. Nur Hamburgs Rückraumschütze Finn Wullenweber (5) war erfolgreicher. Mit dem dynamischen Angreifer hatte die MT-Deckung teilweise so ihre Probleme. Der HSV-Torjäger hatte seine Mannschaft auch zweimal in Führung gebracht – beim 3:2 und 8:7.

Etwas unglücklich verlief es für die Gäste kurz vor dem Wechsel. Nachdem der frühere Melsunger Jan Forstbauer eine Minute vor der Pause zum 13:13 ausgeglichen hatte, hatten sie noch die Chance, mit einem knappen Vorsprung in die Kabinen zu gehen. Doch gerade als sich Domagoj Pavlovic gegen die kompromisslose Abwehr des HSV durchgetankt hatte, nahm sein Coach Roberto Garcia Parrondo eine Auszeit. Und in der Schlusssekunde prallte ein direkter Freiwurf von Andre Gomes an der Mauer ab. So ein Tor wie am Donnerstag, als Kühn beim 25:24 gegen die Rhein-Neckar Löwen noch etwas schier Unmögliches gelang, fiel diesmal nicht.

So eng blieb es auch nach dem Wechsel. Mit kapitalen Abspielfehlern luden die Nordhessen den Kontrahenten wiederholt förmlich zum Kontern ein. Mit dem Ergebnis, dass sie durch zwei Tore von Casper Mortensen sogar mit 15:17 in Rückstand gerieten. Da konnte auch Heinevetter nichts machen.

Erfreulich aus MT-Sicht: Der Tabellensechste ließ den Rückstand nicht größer werden. Arnar Freyr Arnarsson und Michael Allendorf schafften kurz darauf den 18:18-Ausgleich. Dabei wurde es zunehmend schwieriger, HSV-Torwart Johannes Bitter zu überwinden. Der Oldie hatte im ersten Durchgang noch eindeutig im Schatten von Heinevetter gestanden. Nun stellte er hinter einer leidenschaftlich verteidigenden HSV-Deckung den Gästen einige schwierige Aufgaben.

Trotzdem. In den letzten zehn Minuten war der Ausgang noch völlig offen. In der 54. Minute markierte Elvar Örn Jonsson das 23:23. Doch optische Vorteile hatte vor 3338 Zuschauern in der Sporthalle Hamburg der HSV. War es in Hälfte eins Wullenweber, den die MT nicht stoppen konnte, so fiel es ihr nun schwer, Leif Tissier vom Wurf abzuhalten. Tissier sorgte beispielsweise für das 25:23 (58.). Melsungen brauchte nun schnelle Tore. Zwar trafen noch Kreisläufer Marino Maric und Häfner, es waren aber nur noch jeweils Anschlusstreffer. Eine letzte Parade Heinevetters vier, fünf Sekunden vor Ende brachte Melsungen einen Ballgewinn ein. Eine Wurfmöglichkeit ergab sich allerdings nicht mehr. (Björn Mahr)

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