28:31 – Melsunger Handballer unterliegen in Lemgo

Verbissener Einsatz: Melsungens Kapitän Nenad Vuckovic im Kampf mit den Lemgoer Abwehrspieler Sebastian Preiß (links), Gunnar Dietrich (28) und Florian Kehrmann (rechts). Foto:  Jörg Hagemann

Lemgo. Auch im dritten Anlauf haben die Handballer der MT Melsungen das ersehnte Erfolgserlebnis verpasst. Mit 28:31 (15:17) unterlag der nordhessische Bundesligist am Mittwochabend beim TBV Lemgo und geht nun mit 1:5 Punkten am Samstag (20.15 Uhr, Rothenbach-Halle) in Kassel ins Hessenderby.

Gegner HSG Wetzlar bleib derweil mit 26:25 auch gegen Großwallstadt ungeschlagen und wird mit breiter Brust anreisen.

Die Melsunger indes konnten in Lemgo nicht das erhoffte Selbstvertrauen tanken und warten weiter auf den ersten Sieg. Erneut ließen die Bartenwetzer zwar kämpferisch kaum Wünsche offen und steigerten endlich auch ihre Torausbeute. Aber auch beim Auftritt in Ostwestfalen lief es nicht rund bei der MT, die immer wieder mit fünf Toren in Rückstand geriet und letztlich vergebliche Aufholjagden startete.

Neuzugang Stenbäkken hatte zunächst als Partner von Mittelmann Vuckovic den Vorzug gegenüber Sanikis erhalten und traf prompt zum 1:0. Danach aber war es bis zum 7:7 (13.) durch Vasilakis’ dritten Treffer ein ausgeglichenes Duell. Doch es folgte wie schon gegen die Rhein-Neckar-Löwen nach einer Viertelstunde ein tiefer Bruch im MT-Spiel. Wieder lief im Rückraum nichts mehr zusammen, wieder kassierten die Melsunger Tor um Tor.

Diesmal aber waren es in knapp sechs Minuten nicht zehn, sondern „nur“ fünf Treffer. Und: Nach dem 7:12 (19.) fingen sich die Gäste wieder und schafften in zweifacher Überzahl durch Vuckovic kurz vor der Pause erstmals wieder den Anschluss zum 15:16.

Doch nach dem Wechsel blieb die MT zunächst wieder nur fünf Minuten dran (18:20/35.). Dann wechselte Lemgo erneut den Torwart und wie schon in Halbzeit eins nach 13 Minuten war die Hereinnahme von Nils Dresrüsse für Carsten Lichtlein auch jetzt wieder ein Zeichen für seine Vorderleute. Als nur wenige Sekunden später auch noch Melsungens Abwehrchef Daniel Kubes nach einem Griff in Strobels Wurfarm disqualifiziert wurde (37.), gerieten die Gäste erneut mit fünf Treffern in Rückstand (18:23/38.).

„Das war ein Knackpunkt für uns, daran hatten wir sehr zu knabbern“, bilanzierte später Malte Schröder. Der Ex-Lemgoer war nach der Pause einer der Aktivposten der „neuen“ MT, die nun auch in solchen Situationen nicht locker lässt. Als er zum 25:26 verkürzte (48.) war für die couragierten Melsunger noch einmal alles drin.

Doch nun, in der entscheidenden Phase, hatten die Gäste auch Pech. Michael Allendorfs Strafwurf flog nicht zum 26:26-Ausgleich ins Netz, sondern prallte vom Innenpfosten in Lemgoer Hände. Im Gegenzug kassierte Schröder eine Zeitstrafe und Schneider erhöhte vom Strich auf 27:25. Und als in der nächsten Situation auch noch Lichtlein einen Siebenmeter von Vuckovic entschärfte (54.), da war die Partie praktisch entschieden.

Eine Partie, die zudem für Kubes ein Nachspiel haben wird: Der Neuzugang ist am Samstag im Derby gesperrt.

Melsungen: Sandström, Appelgren - Stenbäcken 2, Mansson, Kubes, Fahlgren 1, Schröder 3, Vasilakis 5, Hildebrand 2, Danner 4, Sanikis, Pregler, Allendorf 7/5, Vuckovic 4

Von Jörg Hagemann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.