Handball-Bundesliga

29:26 - MT Melsungen nimmt auch die Hürde Leipzig

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Starker Reichmann-Vertreter: Dimitri Ignatow überzeugte in Leipzig mit sechs Treffern. 

Es läuft bei der MT Melsungen. Beim SC DHfK Leipzig hat der Handball-Bundesligist am Sonntag einen am Ende ungefährdeten 29:26 (18:12)-Sieg gefeiert.

Die MT Melsungen setzt ihren Lauf in der Handball-Bundesliga fort. Beim SC DHfK Leipzig haben die Nordhessen am Sonntag einen am Ende ungefährdeten 29:26 (18:12)-Sieg gefeiert. 

Die MT trat sehr stabil auf und wackelte nur kurz. Unser Schnellcheck:

Wie war das Spiel in der Arena Leipzig?

Ein Handball-Fest bekamen die Zuschauer nicht geboten. Den Fans der MT war das vermutlich ziemlich wurscht. Vor allem in den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte spulte ihre Mannschaft konzentriert und abgezockt ihr Pensum runter und war Herr in der gegnerischen Halle. Eine 11:10-Führung bauten die Gäste dank Lasse Mikkelsen, Yves Kunkel und Roman Sidorowicz auf 18:11 (30. Minute) aus. Die MT-Abwehr eroberte zahlreiche Bälle, und die erste und zweite Welle überrollte die Gastgeber förmlich. Sehr souverän, wie die Nordhessen in dieser Phase zu Werke gingen.

War die 18:12-Führung zur Pause bereits die Vorentscheidung?

Nicht ganz. Wie schon gegen Berlin ließ die MT Melsungen auch in Leipzig ein komfortables Polster schrumpfen. Lukas Binder brachte die Sachsen mit seinem Treffer zum 21:23 (48.) auf zwei Tore heran. Trotzdem entstand nie das Gefühl, dass die MT dieses Spiel noch einmal aus der Hand geben würde. Weil sich Torwart Nebojsa Simic mehrmals auszeichnete, und weil die Nordhessen, angeführt vom erneut glänzend aufgelegten Mikkelsen, im Schlussspurt ähnlich effektiv auftraten wie im ersten Durchgang.

Geht das Ergebnis denn in Ordnung?

Absolut. Die Gäste lagen über die gesamte Spieldauer in Führung. Agierten kompakt. Ließen wenig zu. Zählen nun mit sechs Siegen aus den vergangenen acht Spielen zu den stabilsten Teams der Bundesliga. Und haben alle Trümpfe im Rennen um den fünften Platz in der Hand.

Gab es einen Aufreger?

Zumindest gab es einen, der sich mächtig aufgeregt hat. Finn Lemke. Ja, genau. Der sonst so besonnene MT-Kapitän wurde nach 40 Minuten während einer Auszeit richtig laut. In dieser Phase schlich sich bei den Gästen der Schlendrian ein, Leipzig hatte dank Patrick Wiesmach auf 18:22 verkürzt, und Lemke machte seinem Unmut Luft. „Wir haben es den Leipzigern zu einfach gemacht. Ich wollte, dass die Konzentration wieder hochfährt“, sagte er gegenüber Sky. Und wir wissen jetzt: Der Lemke, der kann auch richtig laut.

Wer war der Mann des Spiels?

Da kommen auf MT-Seite mehrere Kandidaten infrage. Mikkelsen zu würdigen, wird ja langsam zur Gewohnheit. Außerdem überzeugte Kunkel mit acht Treffern an alter Wirkungsstätte. Ein dickes Sonderlob verdiente sich überdies Dimitri Ignatow. Der 20-Jährige vertrat Tobias Reichmann glänzend. Der etatmäßige Rechtsaußen hatte sich einen Stauchungsbruch im Mittelfuß zugezogen und wird voraussichtlich sechs Wochen ausfallen. Aber mit Ignatow in dieser Form muss sich die MT keine Sorgen machen. Rotzfrech und zugleich abgeklärt warf der Youngster sechs Treffer.

An dieser Stelle wollen wir Felix Danner nicht unterschlagen. Mit seinem zweiten Tor des Tages markierte der Kreisläufer das 25:22 (50.) – sein insgesamt 666. Treffer im MT-Trikot. Da hat sich Danner aber ein Schnäpschen verdient.

Wie war die Live-Übertragung im Fernsehen?

Gewohnt souverän. Karsten Petrzika hatte ebenfalls seinen Gefallen an Ignatow gefunden. „Alles, was er macht, ist wertvoll und gut“, sagte der Sky-Kommentator. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Das ist der aktuelle Stand in der Handball-Bundesliga

Service: MT Melsungen: Das ist der Spielplan für die Saison 2018/2019

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