DHB-Pokal-Viertelfinale: Göppinger Aufholjagd abgewehrt

30:27 - MT erneut nach Hamburg zum Final Four

Melsungen. Zweimal hintereinander nach Hamburg - die MT Melsungen macht‘s möglich: Mit einem viel umjubelten 30:27 (16:10)-Erfolg im Viertelfinale des DHB-Pokals gegen FA Göppingen erreichte der heimische Handball-Bundesligist erneut das Final-Four-Turnier in der Hansestadt, wo am 12./13. April der Nachfolger des bereits ausgeschiedenen Titelträgers THW Kiel ermittelt wird.

Es knisterte vor ausverkauftem Haus in Melsungens heimlichen Wohnzimmer. Den Gastgebern gelang es als erstes, die ungeheure Spannung in Energie umzusetzen. Und in Tore. Patrik Fahlgren, Jonathan Stenbäcken, Johannes Sellin (2) und Michael Allendorf (per Siebenmeter) sorgten nach acht Minuten für einen 5:1-Vorsprung, der neben einer Zeitstrafe für Göppingens Deckungsspezialist Beljanski Appelgrens Paraden geschuldet war.

Eine Führung, die die MT zunächst trefflichst verwaltete. FA-Trainer Aleksandar Knezevic musste mitansehen, wie schwer sich sein Positionsangriff gegen die starke 6:0-Deckung des Gegners tat und brachte nach 14 Minuten Nationalspieler Kneule für Weltmeister Kraus - ohne Wirkung. Melsungen steckte sogar Danners Zeitstrafe weg und hätte nach 20 Minuten (10:6) angesichts von zwei vergebenen Siebenmetern (Allendorf und Sellin) sogar noch höher führen können. Doch das holten sie in erneuter Überzahl nach, die Allendorf, Sellin und Daniel Kubes nutzten, um auf 13:6 (24.) zu erhöhen.

Als danach der genervte Dragos Oprea auf die Strafbank musste, bahnte sich sogar eine frühe Vorentscheidung an. Dann aber drehte der zurückgewechselte Kraus auf und hielt seine Mannschaft mit drei Treffern zum 14:10 (28.) im Spiel. Der Beginn einer Aufholjagd? Erstmal nicht, denn Linksaußen Allendorf hatte mit zwei Treffern noch vor der Pause die passende Melsunger Antwort parat.

Geschlagen gab sich der Altmeister aber noch lange nicht, legte nach dem Wechsel an Härte in der Abwehr zu, was dann auch nach und nach Wirkung zeigte. Etwa als Kraus und Schöne auf 20:16 verkürzen konnten (40.), nachdem sich insbesondere der bis dahin überragende Michael Müller in Melsungens Offensive aufgerieben hatte. Keine Frage, es wurde enger für die bis dahin dominierenden Gastgeber: als Momir Rnic und Christian Schöne zum 22:20 trafen (46.), als Allendorf kurz darauf erneut per Siebenmeter an Primoz Prost scheiterte.

Also musste es die „zweite Garde“ der MT richten. Was ihr in blendender Kooperation mit Teufelskerl Appelgren richtig gut gelang. Nenad Vuckovic schaffte es, in der Schlussphase das Spiel seiner Mannschaft auch gegen eine mittlerweile offensive Göppinge Deckung wieder zu beruhigen. Und hatte darüberhinaus ein gutes Auge für den ebenfalls eingewechselten Anton Mansson, der zum 23:20 und 25:21 traf. Ein Vorsprung, den sich die MT in den letzten zehn Minuten nicht mehr nehmen ließ.

Von Ralf Ohm

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.