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Melsunger Handballer bei der WM: Alle sind in der Hauptrunde dabei

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Von: Maximilian Bülau, Björn Mahr

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Roberto Garcia Parrondo.
Der Trainer und drei seiner Spieler im Verein: (von links) Ägyptens Roberto Garcia Parrondo, Polens Adam Morawski, Brasiliens Rogerio Moraes und Portugals André Gomes. ©  Mikael Fritzon/afp

Die Vorrunde der Handball-Weltmeisterschaft ist vorüber, ab heute geht es für die deutsche Mannschaft mit der Hauptrunde weiter. Die hat gestern bereits begonnen.

Kassel – Wir blicken auf die neun Spieler und den Trainer des Bundesligisten MT Melsungen, die bei der WM im Einsatz waren – und es auch in der Hauptrunde noch sind.

Roberto Garcia Parrondo: Besser   hätte es nicht laufen können für den spanischen Trainer und seine Mannschaft aus Ägypten. Drei Spiele, drei Siege – keine Partie mit weniger als neun Toren Differenz gewonnen. Parrondo hat mit den Afrikanern eine beeindruckende Vorrunde hingelegt, auch wenn die Gruppe mit Gegnern wie den USA und Marokko eher einfach war. Der deutliche Sieg gegen Kroatien war ein Ausrufezeichen. Die Gegner heißen nun neben Top-Favorit Dänemark noch Bahrain und Belgien. Das Viertelfinale sollte so gut wie sicher sein.

Nebojsa Simic: Torhüter Nummer eins. Simic und seine Montenegriner haben in der Vorrunde die Pflicht erfüllt. Iran und Chile wurden geschlagen, gegen Spanien gab es eine Niederlage. In der Hauptrunde gibt es mit Gastgeber Polen, Frankreich und Slowenien nun aber ziemlich harte Aufgaben. „Unsere Chance ist klein, es wird schwer. Wir müssen fürs Viertelfinale alle Spiele gewinnen“, sagt Simic.

Adam Morawski: Torhüter Nummer zwei. Für Morawski und Gastgeber Polen lief die Vorrunde eher ernüchternd. War die Auftaktniederlage gegen Frankreich (24:26) noch völlig okay, drückte das 23:32 gegen Slowenien in Spiel zwei auf die Stimmung. „Das Spiel lief nicht gut für uns. Ich glaube, dass wir in Krakau besser auftreten“, sagt Morawski. Der abschließende Sieg gegen Saudi-Arabien sicherte den Einzug in die Hauptrunde, doch die Chancen aufs Viertelfinale sind gering. Gegner: Spanien, Montenegro und der Iran.

Agustin Casado: Vier Tore hat der Spanier zur makellosen Vorrunde seines Heimatlandes beigetragen. Wie für Montenegro heißen die weiteren Gegner nun Frankreich, Slowenien und Polen. Zwei Siege müssen her, dann ist das Viertelfinale so gut wie sicher erreicht.

Rogerio Moraes: Der Auftaktniederlage gegen Schweden folgten Siege gegen Uruguay und Kap Verde. Moraes hatte mit acht Treffern seinen Anteil. Gegen Portugal, Island sowie Ungarn ist in der Hauptrunde nun durchaus noch etwas möglich.

Elvar Örn Jonsson und Arnar Frey Arnarsson: Für die beiden Isländer hätte die Ausgangslage in der Hauptrunde mit Duellen gegen Schweden, Brasilien und Kap Verde besser sein können – hätte es gegen Ungarn am Ende nicht diese vielen Minuten ohne eigenen Treffer gegeben, die einen sicher geglaubten Sieg verhinderten. Nun geht es um jeden Punkt und wohl auch jedes Tor. Arnarsson hat bislang zwei erzielt, Jonsson eins. Kollege Bjarki Mar Elisson war mit 26 Treffern bester Werfer der Vorrunde.

André Gomes: Verlor mit seinen Portugiesen gegen die isländischen Vereinskollegen. Es folgten aber Siege gegen Südkorea und Ungarn. Die Voraussetzung ist ähnlich wie bei Island. Gomes ist mit 13 Treffern bester Werfer Portugals – und auch der erfolgreichste der MT bislang.

Kai Häfner: Steht in der vereinsinternen MT-WM-Torschützenliste auf Platz drei (neun Tore), wurde gegen Algerien zuletzt aber auch komplett geschont.

Ivan Martinovic: Zweitbester Melsunger Werfer bei der WM (elf Treffer). Verlor mit seinen Kroaten gegen Ägypten, siegte gegen die USA und Marokko. Muss nun bei Duellen gegen Dänemark, Bahrain und Belgien auf Schützenhilfe hoffen. (Maximilian Bülau und Björn Mahr)

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