Kreisläufer steht bei EHF-Cupspiel im Fokus – 50 MT-Fans nach Kroatien gereist

Auch der Gegner feiert MT-Melsungen-Spieler Marino Maric

Gefragter Gesprächspartner: Melsungens Marino Maric.

Rijeka. Offiziell führten Manager Axel Geerken, die Aufsichtsratsvorsitzende Barbara Braun-Lüdicke sowie ihr Mann, MT-Vorstand Martin Lüdicke, die Delegation des Handball-Bundesligisten MT Melsungen am Mittelmeer an. Inoffiziell gab es aber beim Europapokal-Trip noch ein viertes Mitglied.

Kreisläufer Marino Maric. Der Auswahlspieler Kroatiens war nicht nur nach dem 34:23-Sieg der Nordhessen gegen RK Zamet ein gefragter Gesprächspartner, sondern auch im Teamhotel.

„Wenn du Nationalspieler in diesem Land bist, dann ist dir in vielen Städten besondere Aufmerksamkeit gewiss“, erläuterte Maric. Es fing damit an, dass die Fans kräftig applaudierten, als der Hallensprecher den Namen des 26-Jährigen vorlas. Sogar kroatische Journalisten spendeten dem EM-Bronzemedaillengewinner von Polen in diesem Jahr Beifall.

Erinnerungsfoto im Centar Zamet: Spieler, Verantwortliche und die vielen Fans der MT Melsungen freuen sich über den klaren Sieg in Rijeka. Foto: Mahr

„Es war ein überragendes Gefühl, hier heute aufzulaufen“, betonte derachtfache Torschütze. Zumal sein Schwiegervater und sein Schwager aus dem 120 Kilometer entfernten Zagreb angereist waren und ihm zusammen mit weiteren Freunden auf der Tribüne kräftig die Daumen drückten. So schrieb Maric auch noch auf dem Feld Autogramme, als seine Kollegen schon längst unter der Dusche standen. Und so fehlte er auf allen Erinnerungsfotos, die die 50 mitgereisten Anhänger mit der Mannschaft machten.

„Wir können uns bei den Fans nur bedanken. Das war nach den Ergebnissen zuletzt in der Bundesliga gegen Balingen und Wetzlar nicht zu erwarten, dass uns so viele hier unterstützen würden“, erklärte Geschäftsführer Geerken.

Ja, es waren „Zamet, Zamet“-Rufe in der Halle zu hören,. Und ja, eine Zwei-Mann-Band, bestehend aus Schlagzeuger und Trompeter, heizte immer wieder die Atmosphäre auf den Rängen an. Für viel Stimmung sorgten aber vor allem die Fans aus Nordhessen, von denen einige bereits am Donnerstag aufgebrochen waren. Damit trugen sie dazu bei, dass es der erhoffte Handball-Festtag wurde.

Rekordbesuch für Zamet

Erst hieß es, 1800 Karten hätte der Gastgeber abgesetzt, letztlich waren aber sogar 2050 Zuschauer in der Halle – Rekordbesuch bei einem Vereinsspiel im Centar Zamet. „Man hat gemerkt: Europapokal ist immer noch etwas Besonderes“, sagte Trainer Michael Roth und hofft auf ein ähnlich volles Haus im Rückspiel in der Rothenbach-Halle am Samstag: „Wir haben uns einen super Vorsprung erarbeitet, aber wir wissen auch, dass Zamet in diesem Wettbewerb schon zweimal tierisch überrascht hat.“ Zumindest Spielmacher Matija Golik, der erst 17-jährige Tin Lucin im Rückraum und Linksaußen Mateo Hrvatin bereiteten dem Favoriten aus Deutschland punktuell ein paar Probleme. Insbesondere die Abwehr von RK-Coach Valter Matosevic zahlte aber viel Lehrgeld.

Weshalb der Trainer der Hausherren den wohl schönsten Moment des Abends abseits des Parketts hatte. Zum ersten Mal seit 2007 traf Matosevic seinen damaligen Wetzlarer Torwart-Kollegen Axel Geerken wieder.

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