Am Montag in Berlin im Einsatz

Auf MT Melsungen wartet nach knapper Niederlage in Flensburg das nächste schwere Auswärtsspiel

Durchgekämpft: Der angeschlagene Domagoj Pavlovic traf in Flensburg fünfmal.
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Durchgekämpft: Der angeschlagene Domagoj Pavlovic traf in Flensburg fünfmal.

Die Hälfte der Saison in der Handball-Bundesliga ist schon wieder rum. Bei der 17. und letzten Partie der Hinrunde schlug sich die MT Melsungen bei der SG Flensburg-Handewitt zwar wacker, musste am Ende aber eine 24:27 (11:13)-Niederlage einstecken.

Viel Zeit zum Durchatmen haben die Nordhessen nicht. Bereits am Montag (19.05 Uhr) steht zum Rückrundenstart die schwere Aufgabe bei den Füchsen Berlin auf dem Programm. Vor dem letzten MT-Spiel in 2021 schauen wir zurück, aber auch voraus.

Der Rückblick

Keine Frage, seitdem Trainer Roberto Garcia Parrondo die MT am fünften Spieltag übernahm, ist die Entwicklung positiv. In der Abwehr wirken die Melsunger stabiler, im Angriff flexibler. Auch das Selbstvertrauen und die Moral sind stärker ausgeprägt. Der 25:24-Sieg gegen die Rhein-Neckar Löwen in letzter Sekunde, zugleich seit langer Zeit mal wieder ein Erfolg gegen einen Verein mit großem Namen, oder die spektakuläre Aufholjagd beim 30:28 gegen Erlangen waren in der Zeit vor Parrondo kaum vorstellbar.

Trotz der Fortschritte reichte es in Flensburg aber nicht zu einer Überraschung. „Wir waren in der zweiten Halbzeit bis auf ein Tor ran, und hatten auch den Ball. Aber wir haben durch unnötige Fehler die Chance vergeben“, sagte Parrondo bei der Pressekonferenz. Neben ein paar technischen Fehlern ließen die Gäste im zweiten Durchgang auch drei freie Chancen vom Kreis aus – einmal Arnar Freyr Arnarsson, zweimal Gleb Kalarash.

„Wir waren sehr nah dran, obwohl wir keine große Zahl an Torhüter-Paraden oder einen Schützen mit vielen Treffern hatten“, sagte der Spanier. Silvio Heinevetter und Nebojsa Simic kamen im Tor zusammen nur auf sieben Paraden. Die besten MT-Werfer waren Elvar Örn Jonsson und Domagoj Pavlovic mit jeweils fünf Toren. Und das obwohl der Kroate angeschlagen in die Partie gegangen war.

„Ich bin dennoch sehr zufrieden, wie wir in dem Spiel gearbeitet haben“, sagte Parrondo. Die Melsunger ließen sich von einem 11:15-Rückstand kurz nach der Pause nicht entmutigen, waren beim 20:21 (47. Minute) nur ein Tor entfernt. Aber sie machten in den entscheidenden Momenten zu viele kleine Fehler. Im Gegensatz zu den Flensburgern, die cleverer agierten – angeführt vom starken Jim Gottfridson als Torschützen und Passgeber.

Ein paar Unachtsamkeiten hatte sich die MT auch schon in der ersten Halbzeit geleistet. Heinevetter übersah vor dem 3:5 Flensburgs Lasse Svan, der in den Pass spurtete, den Ball eroberte und dann traf. Timo Kastening verwarf einen Siebenmetern. Unter dem Strich waren es zu viele unnötige Fehler, um in der Flens-Arena zu gewinnen.

Der Ausblick

„Wir haben in Flensburg ein gutes Spiel in Abwehr und Angriff gemacht, wir können einige positive Dinge für das Spiel in Berlin daraus ziehen“, sagte Melsungens Co-Trainer Arjan Haenen. Für die MT geht es am Montag schon zum nächsten Topteam der Liga. Die Füchse sind zudem heimstark, mussten sich in der Bundesliga zu Hause nur Spitzenreiter Magdeburg geschlagen geben. Dennoch reisen die Melsunger optimistisch in die Hauptstadt. „Wenn wir so spielen wie in Flensburg, dann sind wir auch in Berlin nicht chancenlos“, sagt Haenen. (Manuel Kopp)

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