Spitzenreiter siegt im Topspiel

Auffälligkeiten aus der Handball-Bundesliga: Flensburger Freude

Flensburgs Trainer Maik Machulla freut sich nach dem Abpfiff mit Benjamin Buric (von links), Alexander Petersson, Johannes Golla und Jim Gottfridsson.
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Es darf gejubelt werden: Flensburgs Trainer Maik Machulla (links) freut sich nach dem Abpfiff mit Torwart Benjamin Buric (von links), Alexander Petersson, Johannes Golla und Jim Gottfridsson.

Ein starker Spitzenreiter, glückliche Göppinger und lahme Löwen – wir haben ein paar Auffälligkeiten vom Osterwochenende in der Handball-Bundesliga.

Kassel – Ein starker Spitzenreiter, glückliche Göppinger und lahme Löwen – wir haben ein paar Auffälligkeiten vom Osterwochenende in der Handball-Bundesliga.

Flensburger Freude: Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt hatte im Topspiel beim SC Magdeburg einige Nackenschläge zu verkraften. Nachdem kurz vor der Partie Simon Hald (Herzrhythmusstörungen) ausgefallen war, mussten die Norddeutschen nach 20 Minuten auch noch auf Spielmacher Jim Gottfridsson verzichten. Der Schwede hatte sich durch ein Foulspiel gegen Marko Bezjak eine Rote Karte eingehandelt. Und obwohl kurz darauf auch noch Magnus Röd (Knieverletzung) bis zur Pause ausfiel, behielten die Gäste die Übersicht. Dank des treffsicheren Ex-Melsungers Johannes Golla (acht Tore) und dem 40-jährigen Alexander Petersson (2) bekam die SG die Partie immer besser unter Kontrolle und gewann 32:29 – es war der erste Erfolg der Flensburger in Magdeburg seit 2011.

Kurioses Kellerduell: In Magdeburg stand es nach den ersten 30 Minuten bereits 18:17 für Flensburg. Von besonderer Torlaune konnte bei der Partie Ludwigshafen gegen Coburg dagegen nicht die Rede sein. Die beiden Kellerkinder warfen zusammen im gesamten ersten Durchgang nur 17 Treffer: 11:6 für die Eulen. Und auch der Endstand von 22:19 war ein Ergebnis, wie es zuletzt vor mehr als 20 Jahren normal war.

Göppinger Glück: Eigentlich sah Frisch Auf Göppingen schon wie der sichere Sieger aus. Kurz vor Ende führten die Schwaben 25:23 gegen die Füchse Berlin. Doch es wurde noch einmal eng. Fünf Sekunden vor Ende bekamen die Hauptstädter beim Stand von 24:25 noch einmal den Ball. Und Füchse-Rechtsaußen Valter Chrintz traf sogar noch ins gegnerische Tor. Doch die Schlusssirene war gerade ertönt, als der Ball die Torlinie überquerte – eine Hundertstel-Entscheidung. Damit verloren die Berliner sechs der vergangenen acht Partien.

Lahme Löwen: Das harte Programm der vergangenen Wochen hat Spuren hinterlassen. Drei Tage nach dem knappen 26:25-Sieg bei der MT Melsungen mussten sich die Rhein-Neckar Löwen der gastgebenden HSG Wetzlar 32:34 geschlagen geben. Den Gästen aus Mannheim fehlte über weite Strecken der nötige Biss. Dagegen spielte die HSG groß auf – insbesondere dank Magnus Fredriksen und Torjäger Lenny Rubin.

Abgesagter Auftritt: Die Melsunger sollten am Ostersonntag beim Bergischen HC antreten. Die Partie war aber wegen der Coronafälle im Team der Gastgeber frühzeitig abgesagt worden. „Ich hätte lieber weitergespielt“, erklärte MT-Trainer Gudmundur Gudmundsson. Zum einen sind die Nordhessen immer noch mit einigen Begegnungen im Rückstand, zum anderen kämpfen die Nordhessen seit Monaten darum, Rhythmus aufzunehmen. „Wir müssen immer wieder Trainingspläne umstellen und die Belastung anders steuern“, betont Gudmundsson. Am kommenden Donnerstag ab 19 Uhr steht in der Kasseler Rothenbach-Halle die nächste Partie gegen Tusem Essen an. Der Isländer nutzte die Zeit an Ostern auch, um sich die weiteren Gegner im April anzuschauen. Auf die Melsunger warten ab Mitte des Monats noch der SC Magdeburg, der THW Kiel und die SG Flensburg-Handewitt. (Björn Mahr)

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