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Auffälligkeiten der Handball-Bundesliga: Von Mappes über MT Melsungen bis Marino Maric

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Von: Björn Mahr

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Eine prägende Figur der ersten Spieltage: Gummersbachs treffsicherer Spielmacher Dominik Mappes, der mit den Oberbergischen schon zwei Siege feiern konnte.
Eine prägende Figur der ersten Spieltage: Gummersbachs treffsicherer Spielmacher Dominik Mappes, der mit den Oberbergischen schon zwei Siege feiern konnte. © IMAGO/JAN Huebner

Von Mappes, der MT Melsungen und Marino Maric - wir haben ein paar Auffälligkeiten zur Handball-Bundesliga zusammengetragen.

Kassel - Ein gewohntes Bild an der Tabellenspitze, ein paar Überraschungen, ein kurioser Treffer eines ehemaligen Melsunger Profis und ein Spielmacher mit exzellenten Torjägerqualitäten – an den ersten drei Spieltagen der Handball-Bundesliga gab es schon einiges zu bestaunen. Wir haben die Auffälligkeiten zusammengetragen:

Die Tabellenspitze

Die heißesten Anwärter auf die ersten vier Plätze in dieser Saison sind auch die Klubs, die schon in der vergangenen Serie vorwegmarschierten. Bislang wurde das Top-Quartett seiner Favoritenrolle gerecht: Der THW Kiel, die Füchse Berlin, die SG Flensburg-Handewitt und Meister SC Magdeburg belegen – nur durch die Tordifferenz getrennt – die ersten Ränge.

Allerdings sitzt diesen Klubs der HC Erlangen im Nacken, der ebenfalls alle drei Partien zu seinen Gunsten entschied. Verlustpunktfrei sind darüber hinaus die Rhein-Neckar Löwen, die erst am Donnerstag gegen den SC DHfK Leipzig ihren nächsten Einsatz haben.

Das kuriose Tor

Kunststückchen gegen Kiel: Leipzigs Marino Maric.
Kunststückchen gegen Kiel: Leipzigs Marino Maric. © IMAGO/JAN HUEBNER

Auch während seiner Zeit bei der MT Melsungen gelangen Marino Maric schon spektakuläre Treffer. Nun vollbrachte er bei der Partie gegen Kiel ein Kunststück. Nach Pass von Viggo Kristjansson fing er im Fallen den Ball mit der linken Hand, legte ihn in die Luft und schlug ihn dann mit der rechten Hand durch die Beine von Torwart Niklas Landin ins THW-Gehäuse (11:12). „Ich habe gemerkt, dass es mit Links nicht klappt. Dann habe ich Flipper gespielt“, sagte der Kroate schmunzelnd.

Mehr noch als über ein solches Tor hätte er sich gefreut, wenn seine Mannschaft den Kielern etwas länger als 30 Minuten Paroli geboten hätte. Unter dem Strich stand eine 22:32-Heimpleite. „Wir haben ein schweres Auftaktprogramm“, betont Maric.

Nach acht Jahren in Melsungen lebt er nun in der Großstadt Leipzig. „Ich fühle mich wohl“, erklärt der 32-Jährige, „bis zur Innenstadt sind es nur fünf Minuten.“

Der MT-Start

Acht Tore gegen Lemgo: Melsungens Ivan Martinovic.
Acht Tore gegen Lemgo: Melsungens Ivan Martinovic. © Alibek Käsler

Eine Niederlage, ein Sieg, ein Unentschieden – die neuformierte Melsunger Profi-Mannschaft schickte ihren Anhang in der noch jungen Runde durch ein Wechselbad der Gefühle. Nach dem 25:36 zum Auftakt bei den Rhein-Neckar Löwen war jedoch eine klare Leistungssteigerung erkennbar.

„Wir wollten auch sofort zeigen, dass das nicht wirklich wir waren. Wir haben uns in Abwehr und Angriff verbessert, aber da geht noch viel mehr“, stellte Ivan Martinovic fest, der in Lemgo acht Tore warf und fast etwas Außergewöhnliches geschafft hätte. Er erzielte in Hälfte eins das erste und das letzte Tor, und er eröffnete auch den Torreigen nach dem Wechsel. Fast hätte er auch die Partie mit einem Treffer beendet. Sein Ball schlug aber erst nach der Schlusssirene ein.

Der Torhungrige

Unter den besten Schützen nach drei Spieltagen findet man zwar auch bekannte Gesichter wie Omar Ingi Magnusson (26 Tore) vom SC Magdeburg und Hans Lindberg (22) von den Füchsen Berlin, die letzten Gewinner der Torjägerkrone. Aber Platz eins belegt ein Akteur, den wohl nicht so viele Fans ganz vorn erwartet hätten: Spielmacher Dominik Mappes vom VfL Gummersbach traf bereits 30 Mal. Diese Leistung nötigt seinem Teamkollegen, dem aus Melsungen stammenden Ole Pregler, großen Respekt ab: „Er ist eine große Bereicherung und sehr wichtig für unsere junge Mannschaft.“ Mappes nimmt mit seiner Präsenz etwas Druck von den Talenten.

Auf Platz vier in der Torschützenliste liegt mit Lars Weissgerber (22) ein Mann der HSG Wetzlar.

Die Überraschungen

Jubelnder Erlanger Außen: Hampus Olsson.
Jubelnder Erlanger Außen: Hampus Olsson. © IMAGO/Zink

Dass die Erlanger um Rechtsaußen Hampus Olsson so gut aus den Startlöchern gekommen sind, kommt unerwartet. Aber auch dass Gummersbach schon beim TBV Lemgo Lippe gewann, die Magdeburger am Rande einer Niederlage hatte und zuletzt ein schon verloren geglaubtes Spiel gegen Mitaufsteiger ASV Hamm-Westfalen noch drehte, gehört zu den Überraschungen. „Es läuft gut“, sagt Pregler, „man spürt, dass wir Spaß an der Sache haben.“

Erst mal ins Hintertreffen geraten ist mit drei Niederlagen der Vorjahressiebte Wetzlar. Doch die Mannschaft von Coach Ben Matschke musste unter anderem gegen Berlin und Magdeburg antreten. (Björn Mahr)

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