„Waren schon etwas zu entspannt“

Auffälligkeiten im DHB-Pokal: MT Melsungen macht es spannend, Flensburg raus

Erleichtert: Alexander Petersson traf fünfmal beim Sieg der Melsunger beim Zweitligisten Bietigheim und zog mit der MT in das Achtelfinale des DHB-Pokals ein.
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Erleichtert: Alexander Petersson traf fünfmal beim Sieg der Melsunger beim Zweitligisten Bietigheim und zog mit der MT in das Achtelfinale des DHB-Pokals ein.

Nein, langweilig war es in der zweiten Runde des DHB-Pokals nicht. Vor allem, weil sich einige Handball-Bundesligisten dann doch etwas schwerer taten, als gedacht.

So wie der Vorjahresfinalist MT Melsungen und der Titelverteidiger TBV Lemgo Lippe, die sich gegen Zweitligisten aber durchsetzten. Dafür ist Vize-Meister SG Flensburg-Handewitt überraschend schon raus. Die Auffälligkeiten des DHB-Pokals.

MT macht es unnötig spannend

Sie führte zur Pause mit sechs Toren, nach 42 Minuten sogar mit sieben. Am Ende machte es die MT Melsungen beim 30:28 (16:10)-Sieg bei der SG BBM Bietigheim aber spannend. Denn mit der 25:18-Führung (42. Minute) im Rücken ließ bei der MT auf einmal die Konzentration nach. Mehrmals scheiterten die Gäste mit freien Würfen am starken SG-Torhüter Konstantin Poltrum, immer wieder schlichen sich technische Fehler ein.

„Wir waren wohl angesichts des klaren Vorsprungs schon etwas zu entspannt“, sagt MT-Trainer Roberto Garcia Parrondo und fügt hinzu: „Der Gegner spürt das, legt noch einmal zu und dann wird es eben sehr eng. Das ist bei solchen Spielen nicht ungewöhnlich.“ Allerdings kamen die Gastgeber erst in der letzten Minute auf zwei Tore heran, Sven Wesseling traf zum 28:30. Dann war Schluss.

Eine starke Leistung zeigte MT-Torhüter Silvio Heinevetter, der auf zwölf Paraden kam. Julius Kühn war mit sechs Treffern bester Schütze, Neuzugang Alexander Petersson traf fünfmal – sein bester Wert seitdem er bei der MT ist.

„Wir wissen, dass es immer schwierig ist, diese Art von Spielen zu absolvieren. Unser Ziel war es, dass wir weiter im Wettbewerb bleiben, und das haben wir geschafft“, sagt Parrondo. Weiter geht es für die MT im Pokal im Dezember mit dem Achtelfinale.

Vize-Meister überraschend raus

Nein, bei der SG Flensburg-Handewitt läuft es noch nicht rund. Ein holpriger Start in der Bundesliga, kein Sieg aus drei Spielen in der Champions League und jetzt ist im DHB-Pokal Schluss, bevor es so richtig losgegangen ist. Der Vize-Meister verlor beim HC Erlangen 26:29. Schon zur Pause lag die SG mit 12:16 zurück, kam in der zweiten Halbzeit nie auf weniger als drei Tore heran. Bester Torschütze bei Erlangen war Christoph Steinert mit neun Treffern.

Balingen scheitert beim Zweitligisten

Und noch eine Überraschung: Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten flog beim Zweitligisten HSG Nordhorn-Lingen raus. Und der Sieg der Gastgeber war sogar ungefährdet. Beim 15:15 glich der Favorit zum letzten Mal aus, dann zog Nordhorn davon, führte zwischenzeitlich 26:21 (55.) und gewann schließlich 29:25.

Krimi in Hamburg

Spannend ging es in einem der Bundesliga-Duelle zu. Der HSV Hamburg hatte in der Barclays Arena die Füchse Berlin am Rande einer Niederlage. Mit 28:27 führte der Aufsteiger zwei Minuten vor Schluss. Dann bewiesen die Füchse, die mit fünf Siegen aus fünf Spielen in die Bundesliga gestartet sind, aber Nervenstärke. Milos Vujovic glich per Siebenmeter aus (59.), Paul Drux traf zehn Sekunden vor Schluss zum umjubelten 29:28-Erfolg für die Berliner.

Neben Flensburg, Balingen-Weilstetten und Hamburg schied mit dem SC DHfK Leipzig noch ein weiterer Bundesligist in der zweiten Runde aus. Die Leipziger unterlagen den Rhein-Neckar Löwen 24:31.

Titelverteidiger wankt

Ein hartes Stück Arbeit war das Weiterkommen auch für den TBV Lemgo Lippe. Der Titelverteidiger lag beim Zweitligisten TSV Bayer Dormagen in der 51. Minute noch mit 25:26 zurück, gewann am Ende aber mit 31:28 und zog ebenfalls ins Achtelfinale ein. Matchwinner für Lemgo war Bjarki Mar Elisson mit 16 Treffern. (Manuel Kopp)

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