Rund um das Spiel

Beim Sieg der MT Melsungen gegen Göppingen: Überraschende Premiere und ein pfiffiges Tor

Domagoj Pavlovic jubelt über eines seiner sechs Tore.
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Domagoj Pavlovic jubelt über eines seiner sechs Tore.

Eine doppelte Neuansetzung der Schiedsrichter, ein schwächelnder Siebenmeter-Experte und zwei bemerkenswerte Tore. Rund um das Spiel der MT Melsungen gegen Frisch Auf Göppingen gab es einige Geschichten.

Überraschende Premiere

Zum ersten Mal pfiffen die jungen Schiedsrichter Julian Fedtke und Niels Wienrich aus Berlin eine Partie der MT – und das kam überraschend. Schließlich war ursprünglich das Gespann Sebastian Grobe/Adrian Kinzel für das Heimspiel vorgesehen. Im Laufe der Woche wurde das aber verändert, nun sollten Marcus Hurst/Mirko Krag die Partie leiten. Da einer der beiden Unparteiischen erkrankte, gab es die zweite Neuansetzung – diesmal am Tag des Spiels. Fedtke/Wienrich hatten zwar schon mal die Melsunger A-Jugend gepfiffen, aber eben noch nie die MT-Profis. „Man hat ihnen eine gewisse Nervosität angemerkt, aber sie haben das ordentlich gemacht“, sagte MT-Manager Axel Geerken und fügte hinzu: „Ich bin aber froh, dass das Spiel nicht enger war, sonst wäre es für sie noch schwieriger geworden.“

Pfiffiger Pavlovic

In der fünften Minute bewies Melsungens Domagoj Pavlovic, wie schlitzohrig er sein kann. Was war passiert? Nach einem Fehlpass von Julius Kühn hatte sich Göppingens Josip Bozic-Pavletic den Ball geschnappt. Er lag auf dem Boden und suchte nach einer Anspielstation. Da kam Pavlovic ins Spiel. „Ich wollte Bozic-Pavletic am Pass stören und habe dann die Chance gesehen, ihm den Ball zu klauen“, sagt Pavlovic. Und das machte er dann auch. Er nahm dem Göppinger den Ball aus der Hand. Da Gäste-Torhüter Urh Kastelic nach vorn geeilt war, um sich für einen Pass anzubieten, musste Pavlovic den Ball nur noch ins leere Tor zum 5:5 werfen.

Schillers Siebenmeter

Er ist als Siebenmeter-Experte bekannt. Als sicherer Schütze, der sogar in der Nationalmannschaft häufig an die Linie tritt. Umso überraschender war die Quote von Göppingens Marcel Schiller in der Rothenbach-Halle: Von fünf Siebenmetern verwandelte der Linksaußen nur zwei. In der ersten Halbzeit warf er im Duell mit Nebojsa Simic beim ersten Mal über das Tor, beim zweiten Mal hielt der Torwart. In der zweiten Hälfte verwandelte er zweimal, traf aber auch einmal den Pfosten, da stand Silvio Heinevetter im Tor. „Wir verwerfen in der ersten Halbzeit zu viele freie Würfe. Da muss ich mich selbst hervorheben, da ich zu Anfang zu viel verwerfe. Ich gebe damit der Mannschaft das Gefühl, dass ich nicht da bin. Und das darf nicht passieren“, sagte Schiller selbstkritisch.

Ungewöhnliche Position

Er kann es auch aus dem Rückraum. Es geht ums Torewerfen. Und um Tobias Reichmann. Zuletzt wurde er ja fast ausschließlich für die Siebenmeter eingewechselt. Diesmal bekam er in der Schlussphase mehr Spielzeit. Mit sechs Toren – davon drei per Siebenmeter – war er zusammen mit Pavlovic zweitbester MT-Torschütze hinter Kühn (7). Und ein Treffer war ein besonderer. Denn beim 28:21 (56.) traf der Rechtsaußen aus dem rechten Rückraum. Ungewöhnliche Position, schönes Tor. Das zugleich die Entscheidung brachte. (Manuel Kopp und Björn Mahr)

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