MT tankt viel Selbstvertrauen – dickes Lob für Villadsen

Zweites Duell mit St. Raphael: MT Melsungen ist bereit für das Spiel der Saison

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Jubelnde Melsunger: ( von links) René Villadsen (Hintergrund), Timm Schneider, Philipp Müller, Jeffrey Boomhouwer und Felix Danner freuen sich über den Erfolg in Minden.

Kassel. Die MT Melsungen geht mit breiter Brust in das Viertelfinal-Rückspiel des EHF-Pokals gegen St. Raphael. Ersatz-Keeper René Villadsen bekam derweil ein dickes Lob.

Nach der Anreise zur Halle in Minden telefonierte René Villadsen noch einmal mit seiner Frau Belinda. Zu diesem Zeitpunkt wusste der Torwart des Handball-Bundesligisten MT Melsungen, dass auf ihn an diesem Abend besonderer Druck lasten würde: Da die etatmäßige Nummer eins Johan Sjöstrand wegen fiebriger Erkältung ausfiel, musste der Däne zwischen die Pfosten. Damit ihr Mann nicht die nötige Lockerheit verliert, gab Belinda ihm noch etwas mit auf den Weg: „Du bist jetzt 31, da hast du doch Erfahrung.“

Gut eine Woche nach seinem 31. Geburtstag avancierte Villadsen dann beim 28:21-Erfolg gegen GWD Minden zu einem der Melsunger Erfolgsgaranten. „In dieser für uns so wichtigen Phase dieser Saison will ich auch etwas beisteuern. Das war mein bestes Saisonspiel“, stellte der Zwei-Meter-Mann zufrieden fest. Oft bekommt er nicht die Gelegenheit, sein Können zu zeigen – wenn Sjöstrand fit ist, dann ist der Schwede gesetzt.

Villadsen kam auf insgesamt zwölf Paraden. Damit steigerte er sich noch einmal zum Heimspiel im März gegen Hannover, als er gegen Ende zumindest einige entscheidende Würfe entschärfte. „Es lief nicht alles bei uns perfekt, aber wir sind über die 60 Minuten ruhig geblieben“, lobte der Schlussmann seine Mannschaft, „unsere Abwehr war richtig stark. Wir haben viel Selbstvertrauen getankt.“ Das Team ist bereit für das Spiel der Saison.

Einzug ins Final Four in Göppingen möglich

Am Samstag ab 20 Uhr geht es in der Kasseler Rothenbach-Halle im Viertelfinal-Rückspiel des EHF-Pokals gegen St. Raphael Var HB um den Einzug ins Final Four am 20./21. Mai in Göppingen. Die Melsunger müssen nach dem 26:30 an der Côte d’Azur einen Vier-Tore-Rückstand aufholen.

„Wir sind wieder im Fluss“, bemerkte MT-Coach Michael Roth nach dem Auftritt in Ostwestfalen erfreut. 9:1 Punkte holten die Nordhessen aus den vergangenen fünf Liga-Begegnungen und bleiben den vor ihnen liegenden Teams aus Leipzig und Wetzlar auf den Fersen.

Wichtiger noch: Spieler, die zuletzt weniger Einsatzzeiten hatten oder mit ihrer Form haderten, setzten wertvolle Akzente. So bewies Felix Danner aufsteigende Tendenz, Timm Schneider und Patrik Fahlgren harmonierten gut im Positionsspiel, und Marino Maric sammelte Spielpraxis. Zudem bedankten sich Dener Jaanimaa und Villadsen mit überzeugenden Leistungen für ihre Berufung in die Startformation. „Villi war die positive Überraschung“, befand Roth.

Dadurch, dass die Melsunger die Begegnung weitgehend im Griff hatten, war es dem Coach möglich, die Kräfte einiger Spieler zu schonen. Kapitän Michael Müller kam beispielsweise erst zum zweiten Durchgang, trug aber dann dazu bei, dass die MT mit einem guten Gefühl in das Rückspiel gegen die Franzosen gehen kann.

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