Bernd Kaiser - vom Hallensprecher zum Zuschauer

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Bernd Kaiser (54), Hallensprecher der MT Melsungen

Hamburg. Bereits zum 19. Mal war Bernd Kaiser beim Final Four in Hamburg. 17-mal machte er das, was er auch in der Rothenbach-Halle tut: Er fungierte als Hallensprecher. Voriges Jahr und in diesem durfte er nicht, weil die Melsunger sich qualifiziert hatten. Darüber sprachen wir mit dem 54-Jährigen.

Herr Kaiser, wie gern hätten Sie wieder am Spielfeldrand mit dem Mikrofon gestanden? 

Bernd Kaiser: Das war ungewohnt. Aber ich hatte mal einen anderen Blick auf das Spiel. Das hat auch was. Im vergangenen Jahr war es schlimmer. Da hatte mich jeder darauf angesprochen. Das war ganz schön schwer.

Betrachten Sie den MT-Erfolg dann mit einem lachenden und weinenden Auge? 

Kaiser: Natürlich nicht. Der Verein hat Vorrang. Dass die Mannschaft beim Final Four dabei ist, das ist wichtig. Und nicht, dass ein Herr Kaiser mit einem Mikrofon am Spielfeldrand steht.

Dennis Baier von Sport 1 hat Sie vertreten. Haben Sie besonders hingehört? 

Kaiser: Es gehört sich nicht, wenn ich ihn kontrolliert hätte oder so. Im Übrigen kam er im vorigen Jahr zu mir und hat erzählt, dass er sich ein paar Spiele der MT angeschaut hätte, um sich bei mir etwas abzugucken. Das ehrt mich.

Angenommen, die MT qualifiziert sich regelmäßig, dann gucken Sie in die Röhre ... 

Kaiser: Einzelschicksale spielen keine Rolle. Außerdem haben wir bereits darüber nachgedacht, dass ich die Spiele ohne MT-Beteiligung machen könnte. Vielleicht im nächsten Jahr. (lip)

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