Heute Handball-Schlager in der Rothenbach-Halle: MT trifft ab 19 Uhr auf Göppingen – live bei Radio HNA

Besondere Herausforderung

Heute mal wieder Gegner: Melsungens Philipp Müller (Mitte) und Göppingens Manuel Späth trafen schon einige Male in der Bundesliga aufeinander. Foto: Fischer

Melsungen/göppingen. Bei einem sportlichen Höhenflug verliert manch‘ einer schon mal die Bodenhaftung. Michael Roth nicht. Trotz des aktuellen dritten Platzes in der Handball-Bundesliga, trotz der grandiosen Ausbeute von 18:4 Punkten nach elf Spielen. Statt auf Ausrutscher des Spitzenduos zu schielen, liegt das Hauptaugenmerk des Trainers der MT Melsungen nämlich darauf, „dass die Mannschaften hinter uns Federn lassen.“

Dafür kann seine Mannschaft am heutigen Mittwoch (19 Uhr Rothenbach-Halle) selbst sorgen, wenn sie mit FA Göppingen einen Mitkonkurrenten um die europäischen Plätze zu Gast hat. Für den MT-Coach daher eine „ganz besondere Herausforderung, bei der ein Sieg doppelt zählt.“

Neben dem ehrgeizigen Saisonziel haben die beiden Teams auch einen unverkennbaren sportlichen Aufschwung gemein, für den beim Altmeister Magnus Andersson steht. Der 307-fache schwedische Nationalspieler, zweimal Weltmeister und viermal Europameister mit dem Drei-Kronen-Team, der die Schwaben in der letzten Saison übernahm, sie völlig überraschend auf den fünften Platz führte und dabei seine Auslegung der schwedischen Handballschule in Göppingen salonfähig machte. Etwa eine mannbezogene, hoch flexible 6:0-Deckung, die sich während eines gegnerischen Angriffs auch schon mal in eine 3:3-Formation verwandeln kann. Oder eine Offensive mit klarer Betonung spielerischer Elemente, also gebundenen Aktionen, bei denen der ehemalige Spielmacher die zweifellos vorhandenen individuellen Fähigkeiten kollektiv zu nutzen versteht.

„Ich will die Jungs schnell und schön spielen lassen“, lautet seine Philosophie. Zu der gehört auch, die Spielanteile auf fast alle Akteure zu verteilen. So konnte bisher beispielsweise der langfristige Ausfall vom französischen Weltmeister Kevynn Nyokas, für den im rechten Rückraum Felix Lobedank oder Tim Kneule in die Bresche sprangen, kompensiert werden.

„Absolut auf Augenhöhe“ ordnet daher MT-Trainer Roth die Gäste ein. Seine Schlussfolgerung: „Wir müssen etwas drauf packen.“ Gemeint sind auch die eigenen Fans, die wie zuletzt seine Mannschaft nach vorne peitschen sollen. Die kann bis auf Patrik Fahlgren, der nach einem erfolgreichen Medizin-Check in Schweden in dieser Woche wieder ins Training einsteigt, in Bestbesetzung auflaufen.

Also auch mit allen Nationalspielern, die am Wochenende im Einsatz waren. So werden aus den Teamkameraden Michael Müller und Manuel Späth sowie Zarko Sesum und Momir Rnic flugs wieder Gegner. Die sich wohl nichts schenken werden. Dafür steht einfach – siehe oben – zuviel auf dem Spiel. • Radio HNA überträgt die Partie live ab 19 Uhr. Kommentator ist Jens Nähler:

www.radiohna.de

Von Ralf Ohm

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