Handball: Für MT Melsungen geht es bei Erima-Cup um die Titelverteidigung

Ein besonderes Turnier

Feste Größe in MT-Deckung: Neuzugang Mario Maric.

melsungen/bremen. Vorbereitungsturniere haben gemeinhin ein geringen Erinnerungswert. Sind sie erstmal gespielt, werden sie von den Beteiligten schnell vergessen, abgehakt. Schließlich ist der Weg das Ziel, muss der Trainingsaufbau so gesteuert werden, dass die Mannschaft am ersten Spieltag auf der Höhe (und erfolgreich) ist.

So gesehen ist der Bremer Erima-Cup für Michael Roth eine Ausnahme. „Daran denke ich immer gern zurück“, sagt der Trainer der MT Melsungen. Kein Wunder, gelang es doch dem heimischen Handball-Bundesligisten dieses hochkarätige Turnier im letzten Jahr zu gewinnen. Mit einem Finalsieg gegen die SG Flensburg/Handewitt, der in Geschichte des Erima-Cups einging: Nach dem 26:26 nach regulärer Spielzeit waren 28 Strafwürfe nötig, bis die Melsunger im Siebenmeterstechen die Oberhand (mit 11:10) behielten. Also gehen sie am Wochenende in der Halle 7 der OEVB-Arena auf der Bürgerweide als Titelverteidiger an den Start.

Es könnte am Sonntag erneut zu einem Endspiel mit dem Champions-League-Sieger kommen. Dann nämlich, wenn der sein Halbfinale gegen den TBV Lemgo (Sa. 14 Uhr) gewinnt und danach daran die MT gegen den TSV Hannover-Burgdorf (Sa. 16) ihre Hausaufgaben macht.

Trotz solch‘ reizvoller Perspektiven steht für den Melsunger Coach das Ergebnis nicht im Vordergrund. Es geht darum, das im vorausgegangenen Trainingslager Erarbeitete umzusetzen und weiter zu entwickeln. Gemeint sind die Automatisierung der Spielzüge und die Feinabstimmung der 5:1- bzw. 6:0-Deckung. Beides konnte intensivst geübt werden, weil Michael Roth seinen kompletten Kader und damit auf zwei Mannschaften zur Verfügung hatte. Dabei hat sich das Duo Felix Danner und Philipp Müller als Doppelblock herauskristallisiert, Momir Rnic soll als Perspektive aufgebaut werden. Ein weiterer „Neuer“, Mario Maric, ist in der Defensive auf der Halbposition vorgesehen.

Hannover mit drei Neuen

Gegner Hannover reist mit der Empfehlung des Turniersieges beim Linden-Cup (u.a. 34:29 gegen Wetzlar) an, wobei Trainer Christopher Nordmeyer seinen Neuzugängen Kai Häfner, Sven-Sören Christophersen und Olafur Gudmundsson bereits erhebliche Integrationsfortschritte attestieren konnte. Die Niedersachsen haben die Nordhessen bereits am ersten Spieltag (am 23. August in der AWD-Halle) zu Gast, was dem Duell eine zusätzliche, interessante Note verleiht.

Sollte es zu einer Neuauflage des Finales von 2013 kommen, muss sich Melsungen auf eine leicht veränderte SG-Mannschaft gefasst machen. Der nach Kiel abgewanderte Steffen Weinhold wird durch den schwedischen Nationalspieler Johan Jakobsson ersetzt und Nationalspieler Lars Kaufmann sucht nach langer Verletzungspause den Anschluss. Für alle anderen Flensburger könnte dieses Aufeinandertreffen etwas mehr als ein Testspiel sein. Die Revanche eben für die Niederlage im letzten Jahr.

Von Ralf Ohm

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