Kommentar

MT Melsungen ist in dieser Saison eine Enttäuschung

Die Handballer der MT Melsungen haben den Einzug in das Final Four des EHF-Pokals verpasst. Melsungen ist eine Enttäuschung in dieser Saison, meint unser Redakteur Björn Mahr in seinem Kommentar.

Es sollte ein Handball-Abend für die Geschichtsbücher werden - das wurde es auch. Nur nicht so wie erhofft: Denn die MT kassierte nicht nur ihre höchste Niederlage im Europapokal, sondern es war in diesem Wettbewerb auch noch die erste Pleite in eigener Halle. Einen historischen Moment mit Mehrwert erlebte allein der starke Gast aus Frankreich: mit dem erstmaligen Einzug in das Final Four des EHF-Cups. Melsungen versiebte nach 2015 indes auch seine zweite Chance.

Das Aus des Bundesligisten überrascht nur in seiner Deutlichkeit, das Scheitern an sich tut es nicht. Der eingeleitete Umbruch im Team, die zahlreichen Ausfälle und Verletzungsprobleme, die Formschwankungen der Leistungsträger - es gibt viele Gründe, weshalb der Melsunger Motor so oft in dieser Saison stottert, auch auf der Reise durch Europa. Wer heute so, morgen so läuft, kommt zwar voran, ist aber trotzdem für die direkte Konkurrenz nie eine ernste Gefahr. Melsungen ist eine Enttäuschung dieser Saison.

Das Einzige, was bei Europacup-Viertelfinalist Melsungen Final-Four-reif war, waren die Fans. Sie trieben die Mannschaft von der ersten bis zur letzten Sekunde an. Sie hätten ein Halbfinale verdient gehabt. 3800 Zuschauer hatte die MT überhaupt noch nie bei einem Einsatz auf der internationalen Bühne - zumindest ein historischer Wert, über den sich der Gastgeber nach diesem Abend freuen konnte.

Rubriklistenbild: © Schachtschneider

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