Verantwortliche freuen sich auf die European League

MT Melsungen ist im Handball-Europapokal dabei

Tobias Reichmann vom Handball-Bundesligisten MT Melsungen zieht hier in Richtung gegnerisches Tor.
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Rechtsaußen der MT Melsungen: Tobias Reichmann.

Mit Spannung haben sie die Entscheidung der Europäischen Handball-Föderation erwartet. Jetzt haben die Verantwortlichen der MT Melsungen Klarheit: Der Bundesligist erhält einen Startplatz in der Qualifikation für die neu geschaffene European League.

„Eine gute Nachricht. Ich freue mich, dass wir diese Chance bekommen“, sagt Trainer Gudmundur Gudmundsson. „Wir haben eine ambitionierte Mannschaft und immer unsere Bereitschaft signalisiert“, ergänzt Manager Axel Geerken erfreut. Als Siebter der Vorsaison hatten die Nordhessen kein Anrecht auf eine Teilnahme.

Manager bei der MT Melsungen: Axel Geerken.

Nachdem aber die TSV Hannover-Burgdorf sowie einige andere europäische Klubs ihren Verzicht erklärt hatten, wuchsen die Chancen der Melsunger.

Insgesamt 51 Teams sind nun dabei. Zwölf Klubs sind bereits für die Gruppenphase qualifiziert. Dazu zählt der SC Magdeburg. Neun Vereine werden im September in der zweiten Qualifikationsrunde einsteigen. Das trifft beispielsweise auf die Rhein-Neckar Löwen und die Füchse Berlin zu. Der Rest, insgesamt 30 Mannschaften, muss schon in Runde eins ran – darunter die MT. Spannend wird die Frage sein, ob dann wegen Corona einige Reisebeschränkungen gelten.

„Die European League ist sportlich sehr attraktiv“, sagt Rechtsaußen Tobias Reichmann. „Unser Programm wird natürlich jetzt knackiger.“ Nach Stand der Dinge geht es damit für die MT bereits am 29./30. August los. Ende dieser Woche sollen die Lostöpfe für die Auslosung am Dienstag, 28. Juli, feststehen.

Der Vorbereitungsplan der Melsunger sieht so aus, dass das Team vom 7. bis 17. August eine Erholungspause bekommt. Daran wird sich nach Einschätzung Geerkens wohl auch nichts ändern.

Seit sieben Tagen trainieren die Melsunger wieder als Team. „Man hat schon gemerkt, dass wir vier Monate nichts mit dem Ball gemacht haben“, sagt Reichmann. „Dafür, dass wir es etwas langsamer angehen lassen wollten“, sagt der 32-Jährige schmunzelnd, „war das Training ganz schön schweißtreibend. Aber ich freue mich auf das, was da jetzt alles so kommt.“ Gudmundsson zieht ein positives Zwischenfazit: „Alle gesund – die erste Woche war richtig gut.“

Der Melsunger Kader umfasst 16 Spieler. In dieser Besetzung will die Mannschaft auch den Wettkampfbetrieb aufnehmen. Das haben Geerken und Gudmundsson zuletzt immer wieder betont. Der Startplatz für den Europacup habe darauf auch keine Auswirkungen, heißt es.

Unter den möglichen Gegnern sind alte Bekannte: Gegen Benfica Lissabon mussten die Nordhessen schon zweimal auf europäischer Ebene ran, und auch mit den dänischen Vertretern Skjern und Silkeborg (mit dem Ex-Melsunger Johan Sjöstrand) hatte die MT bereits das Vergnügen. Ein Widersehen könnte es aber auch mit Roman Sidorowicz und dessen Klub Pfadi Winterthur geben. Für Gudmundsson und den isländischen Neuzugang Arnar Freyr Arnarsson hätte ein Kräftemessen mit Valur Reykjavik besonderen Charme.

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