Tests gegen Portugal mit Timo Kastening

Bundestrainer Alfred Gislason nominiert nur einen Profi des Handball-Bundesligisten MT Melsungen

Nominierte nur einen MT-Profi: Alfred Gislason.
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Bundestrainer: Alfred Gislason.

Wenn sich die deutsche Handball-Nationalmannschaft am kommenden Montag zum nächsten Lehrgang trifft, dann wird seit langem mal wieder lediglich ein Profi des Bundesligisten MT Melsungen dabei sein.

Kassel – Wenn sich die deutsche Handball-Nationalmannschaft am kommenden Montag zum nächsten Lehrgang trifft, dann wird seit Langem mal wieder lediglich ein Profi des Bundesligisten MT Melsungen dabei sein. Bundestrainer Alfred Gislason berief einzig Rechtsaußen Timo Kastening für die Trainingswoche, zu der auch zwei Testspiele gegen Portugal zählen – erst am Freitag, 5. November (20.15 Uhr, Sport 1) , in Luxemburg, dann zwei Tage später ab 15 Uhr beim Tag des Handballs im Düsseldorfer PSD Dome.

Bei den Olympischen Spielen im Sommer in Tokio gehörten neben Kastening auch noch Kai Häfner, Julius Kühn, Finn Lemke, Silvio Heinevetter und Tobias Reichmann zum deutschen Kader. Die beiden Letzteren waren allerdings nur Ersatzkräfte. „Die Melsunger hatten letztes Jahr eine schwere Saison, man hat bei Olympia schon gemerkt, dass sie die Köpfe hängen ließen“, sagte Gislason gestern bei einer virtuellen Pressekonferenz auf Nachfrage dieser Zeitung. „Jetzt sieht es besser aus. Es hat aber nichts mit Melsungen zu tun. Wir müssen jetzt einiges unternehmen, um mehr Breite im Kader zu bekommen.“

Lemke fällt zurzeit wegen eines Teilrisses des Außenbandes am oberen Sprunggelenk aus. Überraschend ist, dass Kühn – noch dazu an seiner früheren Wirkungsstätte Düsseldorf – nicht dabei sein wird. Häfner schätzt die Situation so ein: „Alfred und ich hatten ein gutes Gespräch. Ich weiß auch: Wenn ich meine Leistung bringe, dann ist alles möglich.“

Im Januar findet die EM in der Slowakei und Ungarn statt. Nur noch sechs Olympia-Teilnehmer nahm Gislason ins Aufgebot: Kastening, Philipp Weber, Jannik Kohlbacher, Johannes Golla, Marcel Schiller und Juri Knorr. „Für die anderen ist die Tür aber nicht zu“, stellte Gislason klar.

In seinem Kader tauchen viele junge Akteure auf – wie Till Klimpke (Wetzlar) und Luca Witzke (Leipzig). Wieder im Team stehen Patrick Wiencek aus Kiel und der Rückraumstratege Fabian Wiede. „Dieser Kader spiegelt aktuelles Leistungsvermögen und Perspektive wider“, sagt Gislason. Vor ihren Premieren-Einsätzen stehen Julian Köster (Gummersbach), Lukas Mertens (Magdeburg), Joel Birlehm (Leipzig), Lukas Zerbe (Lemgo) und Hendrik Wagner (Ludwigshafen).

Für Kastening wird speziell die Aufgabe in Düsseldorf eine besondere Begegnung. Dort gab er am 9. März 2019 sein Länderspieldebüt. Das ging damals gegen die Schweiz verloren. Vor einem Jahr war Kastening auch dabei, als Gislason im PSD Dome gegen Bosnien-Herzegowina seinen Einstand als Bundestrainer gab. Das 25:21 vor leeren Rängen damals war auch keine Top-Leistung. „Da gibt es in Düsseldorf noch einiges gutzumachen“, sagt der Melsunger Rechtsaußen schmunzelnd. (Björn Mahr)

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