Melsunger Handballer können auch als Tabellensechster ein bisschen hoffen

Chance auf Europa bleibt

Hoffnung: Die MT-Handballer wie Mikael Appelgren haben eine kleine Chance auf den internationalen Wettbewerb. Foto:  Fischer

Kassel/Hamburg. Die MT Melsungen darf noch leise Hoffnungen hegen, schon in der nächsten Saison im Handball-Europapokal vertreten zu sein. Zwar schafften die Roth-Schützlinge beim Final Four nicht den anvisierten Endspieleinzug, aber auch als Tabellensechster der Bundesliga besteht möglicherweise eine kleine Chance. Nämlich dann, wenn die Füchse Berlin im Mai das Endrundenturnier des EHF-Wettbewerbs in eigener Halle gewinnen sollten.

„Dann könnte sich vielleicht noch eine Möglichkeit ergeben“, erklärt MT-Manager Axel Geerken ganz vorsichtig. Deshalb will die Mannschaft jetzt alles daran setzen, zumindest den momentanen Rang bis zum Ende der Serie zu behaupten. Geerken weiter: „Wir schielen mit einem Auge auf den fünften Platz.“ Am Ostermontag wartet die knifflige Aufgabe in Minden. Es folgen das Heimspiel gegen Balingen (26.4.), die Partie in Flensburg (4.5.) und das ganz wichtige Duell in Kassel mit dem derzeitigen Siebtplatzierten aus Magdeburg (10.5.).

Doch nicht nur die vertane Chance der Melsunger, sich über den Pokal fürs internationale Geschäft zu qualifizieren, war nach dem Final Four in Hamburg ein Thema, sondern auch die Leistungen der Schiedsrichter sowie der Tag des Handballs (6. September).

DISKUSSION UM REFEREES

In den letzten beiden Minuten des Pokal-Finales wurde den unterlegenen Flensburgern (21:22 gegen Berlin) ein Siebenmeter, der offenkundig einer war, nicht gegeben. Auch in den Vorschlussrunden-Duellen am Samstag der Löwen gegen Flensburg sowie Melsungen gegen Füchse gab es etliche fragwürdige Entscheidungen. Was einen Journalisten zu der Frage veranlasste, ob beim Tag des Handballs auch mit solchen Schiedsrichter-Leistungen zu rechnen sei. „Das werde ich nicht kommentieren“, erklärte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann, „wir müssen allerdings einiges für die Unparteiischen tun. Wir müssen sie genauso weiterentwickeln wie unseren Sport.“

EIN TAG FÜR DEN HANDBALL

Im September wird die Frankfurter Commerzbank-Arena zur Handballhalle umfunktioniert. Dann findet dort nicht nur die Bundesliga-Partie zwischen den Rhein-Neckar Löwen und Hamburg statt, sondern auch Turniere für die Jugend sowie ein Promi-Spiel. Oliver Pocher und Elton, die Ex-Fußballprofis Uli Borowka und Christoph Metzelder, dazu frühere Handball-Stars wie Daniel Stephan, Stefan Kretzschmar und Sport-1-Moderator Frank Buschmann bieten jeweils eine Mannschaft auf.

„Die Leute wissen noch gar nicht, was das auslösen wird“, sagt „Kretzsche“ augenzwinkernd, „das ist schon jetzt mein Handballspiel des Jahres.“ Die Löwen als Gastgeber wollen den Weltrekord für Vereinsspiele knacken, der 2011 mit 36 651 Besuchern bei der Partie Kopenhagen gegen Bjerringbro-Silkeborg in der dänischen Liga aufgestellt wurde. Bislang wurden 25 000 Tickets abgesetzt.

Von Björn Mahr

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