Corona in Nordhessen

Wie Ignatow und die MT-Kollegen in Corona-Zeiten trainieren

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Individuelles Training: Dimitri Ignatow (hier ein Archivbild) zieht die Gewichte im Kraftraum von MT-Partner Blu in Guxhagen. 

Der Ausbruch von Corona in Nordhessen beeinflusst auch die Spieler der MT-Melsungen. So sieht in Corona-Zeiten das Training der Melsunger Handball-Profis aus.

  • Der Coronavirus in Nordhessen beeinflusst auch MT-Melsungen: „Es ist eine sehr besondere Situation“.
  • So sieht das Training von MT-Melsungen während der Corona-Isolation aus.
  • Die neuesten Entwicklungen zu Corona in Nordhessen im News-Ticker.

Als MT-Profi Dimitri Ignatow am Montag (16.03.2020) einen Blick in sein E-Mail-Fach warf, fand er auch eine Nachricht von Melsungens Athletik-Coach Florian Sölter. Der Inhalt: das Trainingsprogramm für die kommenden zwei Wochen. Alle Spieler des Handball-Bundesligisten erhielten auf elektronischem Weg Pläne für die nächsten zwei Wochen. Durch die Corona-Pandemie ist ein Mannschaftstraining vorerst nicht mehr möglich.

Das überraschende an Sölters E-Mail: Er hat den Spielern auch Übungen für den Fall vorgegeben, dass keine Krafträume mehr geöffnet sind. „Da ist ganz schön viel Freestyle dabei“, sagt Ignatow schmunzelnd, nachdem er sich einen ersten Überblick verschafft hat. Kniebeugen in den eigenen vier Wänden, Klimmzüge auf dem Spielplatz – es gibt genug Möglichkeiten für Krafttraining ohne Gewichte. Damit Ignatow und seine Kollegen auch wirklich hart an der eigenen Fitness arbeiten, legen sie Pulsuhr und -gurt an. Dadurch weiß Sölter immer ganz genau, ob sich die MT-Profis an die entsprechenden Vorgaben halten.

Corona in Nordhessen beeinflusst MT-Melsungen: „Es ist eine sehr besondere Situation“

„Das eine oder andere werde ich heute noch ausprobieren“, erklärte Ignatow am Montag. Seine Idee: zusammen mit Freundin Kerstin losziehen und einfach mal alles machen. Noch kann der 21-Jährige auch bei MT-Partner Blu die Gewichte stemmen. Zumal er in diesem Fitnessstudio in Guxhagen seit vergangenen August eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann macht. Dort wird er heute wieder zur Arbeit erwartet. Da geht es ihm besser als vielen Kameraden in der Berufsschule. Einige haben ihm berichtet, dass die Fitnesscenter, bei denen sie ausgebildet werden, im Zuge der Corona-Probleme schon geschlossen wurden.

Das Virus ist natürlich auch bei den Melsunger Spielern großes Thema. Da sich die MT-Profis in den nächsten Tagen selten sehen werden, gibt es rege Diskussionen in der Whatsapp-Gruppe des MT-Teams. „Es ist eine sehr besondere Situation“, betont Ignatow. Er versucht, soziale Kontakte außerhalb der Familie zu meiden – „sicherheitshalber“, wie er sagt.

Der gebürtige Kasache, der in Fuldabrück aufgewachsen ist, blickt gespannt auf die nächsten Wochen. Bis zum 22. April finden nach jetzigem Standen keine Bundesliga-Partien statt. Der Europacup lässt den Spielbetrieb mindestens bis zum 12. April ruhen. Sollte sich eine Wiederaufnahme weiter verzögern, muss MT-Youngster Ignatow wohl immer wieder aufmerksam in sein E-Mail-Fach schauen.

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