Fünf Fakten zum Auswärtsspiel

MT Melsungen beim 24:24 - Viel Licht, aber auch viel Schatten

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Durchsetzungsstark: Julius Kühn (Mitte) kommt hier gegen die BHC-Verteidiger Csaba Szücs (links) und Max Darj zum Wurf.

Im Mai war Julius Kühn nur als Zuschauer dabei, als die MT Melsungen nach einem dramatischen Spiel beim Bergischen HC 24:25 verlor.

Seinerzeit erholte sich der Torjäger des nordhessischen Handball-Bundesligisten noch von einem Kreuzbandriss. „Das Unentschieden fühlt sich jetzt genauso schlecht an wie die Niederlage damals“, sagte Kühn nach dem 24:24 in Solingen enttäuscht.

Kein Wunder, denn die Gäste hatten außer beim 6:7 immer geführt. Und gerade nach dem schwachen Heimauftritt gegen Flensburg wäre ein Sieg bei den Bergischen Löwen die passende Antwort gewesen.

Fünf Fakten zur MT und ihrem Auftritt beim BHC:

1. Die Melsunger laufen den eigenen Ansprüchen weiter hinterher 

Nur ein Punkt nach zwei Spielen – das ist eindeutig zu wenig. „Wir können mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein“, erklärte Rechtsaußen Dimitri Ignatow, der mit drei Toren im Angriff ein guter Ersatz für den verletzten Tobias Reichmann war. Wenn die Nordhessen nicht in der kommenden Woche gegen Lemgo (Mittwoch, 19 Uhr, Kassel) und am darauf folgenden Sonntag in Balingen ihr vorhandenes Potenzial abrufen, dürfte die Unruhe im Umfeld zunehmen. „Der Druck wird nicht weniger“, bekannte Melsungens Manager Axel Geerken nach dem Remis gegen den BHC.

2. Die Leistung der MT hatte viel Licht und viel Schatten 

Speziell in der ersten Hälfte stand die Hintermannschaft der Gäste sehr sicher. Die Körpersprache stimmte diesmal. Auch der Rückzug war mehr als akzeptabel. Dafür mangelte es dem Angriff bisweilen an Kaltschnäuzigkeit. Nach dem Wechsel leisteten sich die Melsunger einige Schwächen. „Es ist nicht zu erklären, dass sich praktisch jeder bei uns einen indviduellen Fehler leistete“, ärgerte sich Coach Heiko Grimm. Vor allem in der Deckung klafften einige Lücken. Die MT hatte etwa große Probleme, den Kreisspieler Max Darj abzuschirmen. „Es war eines der besten Unentschieden, das ich gesehen habe, seitdem ich hier Trainer bin“, sagte BHC-Coach Sebastian Hinze.

3. Julius Kühn ist nach seiner langen Pause auf einem guten Weg

Am Sonntag gegen Flensburg war der Halblinke nur zeitweise gut zur Geltung gekommen. In Solingen erinnerte einiges an seine Auftritte vor der Verletzung. „Ich bin fit. Wenn ich jetzt in den Rhythmus komme, wird das Gefühl noch besser“, betonte der 26-Jährige.

4. Nebojsa Simic bewirbt sich für die Auszeichnung „Parade des Jahres“

Der Montenegriner wehrte zwar auch vier Siebenmeter gekonnt ab, sein Meisterstück lieferte er aber in der 37. Minute ab: Bei Melsunger Unterzahl musste er anstelle eines Angreifers vom Feld. Als seine Vorderleute den Ball verloren, musste er in höchstem Tempo zurück Richtung eigenes Tor. Darjs Distanzwurf parierte Simic mit einem Hechtsprung ab – dabei nahm er es gern in Kauf, dass er gegen den linken Pfosten prallte.

5. In der letzten Minute hätte es für Melsungen noch viel bitterer laufen können 

Vier Sekunden vor Ende schaffte es die MT trotz eines Doppelblocks nicht, den Wurf von Ragnar Johansson ins rechte Eck zu verhindern – so weit, so schlecht. Doch wenn zuvor nicht Kai Häfner für die dezimierten Melsunger aus schwieriger Situation getroffen hätte, wäre eine Niederlage möglich gewesen. Nur ein schwacher Trost für Spielmacher Lasse Mikkelsen: „Wir waren in der Spielanlage deutlich verbessert und hätten zwei Punkte verdient gehabt. Leider haben wir den Sack nicht zugemacht.“ Der Däne räumte ein: „So weit sind wir aber noch nicht.“

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