Handball-Bundesliga: Melsungens Trainer Roth warnt vor kampfstarken Balingern

Mit Danner und Respekt

Kehrt in die Melsunger Mannschaft zurück: Kreisläufer Felix Danner (links) , der es wieder mit den Balingern Christoph Foth (Mitte) und Daniel Wessig zu tun bekommen wird. Foto: Kasiewicz

Melsungen. An Warnungen mangelt es nicht. „Die kämpfen bis zum Umfallen, weil es für sie fast schon um alles geht“, sagt Felix Danner, Kreisläufer der MT Melsungen. Auch sein Trainer Michael Roth hat einen „konsequenten Gegner“ auf dem Schirm, „der uns kämpferisch alles abverlangen wird.“

Gemeint ist HBW Balingen-Weilstetten, dem aktuellen Drittletzten, dem das Wasser bis zum Hals steht und der beim heimischen Handball-Bundesligisten (Sa. 19 Uhr Rothenbachhalle) fast schon zum Punkten verdammt ist.

Auf der anderen Seite will die MT ihren sechsten Platz unbedingt verteidigen. Wohlwissend, dass Verfolger Magdeburg derzeit einen Lauf (11:1-Punkte aus den letzten sechs Spielen) hat und den Rückstand auf zwei Punkte verkürzen konnte. Danners Schlussfolgerung: „Wir haben es noch selbst in der Hand, dürfen uns aber keinen Ausrutscher leisten.“

Immerhin kehrt der Nationalspieler, nachdem er seinen Faserriss im Oberschenkel überraschend schnell auskurierte, in die Mannschaft zurück. Und weiß, was auf ihn und seine Nebenleute zukommt: Eine aggressive 3:2:1-Deckung, die die Melsunger Angreifer permanent „bearbeiten“ wird. „Wir werden versuchen, unser Spiel durchzudrücken“, bestätigt HBW-Coach Markus Gaugisch. Also gilt es, so Felix Danner, „den Ball laufen zu lassen und sich nicht in Zweikämpfe zu verstricken.“ Eher ein Fall für den wendigen Regisseur Patrik Fahlgren als für den wuchtigen Nenad Vuckovic, auch wenn der Schwede laut seinem Trainer zuletzt „leichte Ermüdungserscheinungen“ offenbarte, deshalb in Minden zunächst auf der Bank saß.

Größere Sorgen bereitet Michael Roth das Formtief von Michael Müller. Klarer Fall von „Kopfsache“, denn der Ex-Nationalspieler „will derzeit zuviel“ und produziert deshalb ungewohnte Fehler. Dabei wird der Linkshänder ge

gen Balingen aufgrund seiner Zweikampfstärke dringend gebraucht. Auch als Spieler der in schwierigen Situationen in der Lage ist, „etwas Besonderes zu machen“ (Roth). Einer, der mit seinen Toren verhindert, dass sich die Melsunger wie phasenweise in der zweiten Halbzeit in Minden das Spiel des Gegners aufzwingen lassen.

Die Gefahr besteht gegen Balingen durchaus. Weil die Gäste, die immerhin sieben Nationalspieler im Kader haben, laut Michael Roth „besser sind, als es die Tabelle aussagt“. Weil sie bis auf Neuzugang Fabian Böhm (verletzt) ihre Bestbesetzung zur Verfügung haben. Und weil sie mit dem Rückenwind eines klaren Erfolges gegen Eisenach anreisen. Doch die Melsunger, sie sind ja gewarnt.

Von Ralf Ohm

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