Handball-Bundesligaspiel beginnt um 20.45 Uhr

MT bei den Füchsen Berlin: Das erste Melsunger Topspiel in dieser Saison

Julius Kühn (links) und Berlins Simon Ernst bei einem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft.
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Ein Bild aus dem März 2016: Julius Kühn (links) und Berlins Simon Ernst bei einem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft.

In der Handball-Bundesliga steigt heute ab 20.45 Uhr das Topspiel zwischen den Füchsen Berlin und der MT Melsungen. Wir blicken auf die Situation bei der MT.

Kassel – Die Partie in Flensburg? Verlegt. Das Heimspiel gegen Magdeburg? Verlegt. Nun dürfen sich die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen auf das erste Topspiel in dieser Saison freuen: Heute ab 20.45 Uhr (Sky) ist das Team von Trainer Gudmundur Gudmundsson in der Max-Schmeling-Halle bei den Füchsen Berlin zu Gast. „Wir werden alles reinwerfen. Es geht wie schon gegen den Bergischen HC wieder nur über Leidenschaft und Wille“, sagt Gudmundsson.

Um den Reiz dieser Partie zu unterstreichen, braucht es den Buchstaben K – für Kühn, Kunkel, Kastening, Klassement und Kader.

K wie Kühn: Als MT-Torjäger Julius Kühn nach einem Kreuzbandriss vor eineinhalb Jahren an seinem Comeback arbeitete, hatte er in der Reha in Donaustauf Gesellschaft: Simon Ernst. Seit ihrer gemeinsamen Zeit in Gummersbach und in der Nationalmannschaft sind sie gute Freunde. Und da Spielmacher Ernst ebenfalls noch unter den Folgen eines Kreuzbandrisses litt, machten sie zumindest einige Schritte vor ihrer Rückkehr zusammen.

„Ich bin froh, dass ich Simon jetzt mal wieder sehe und vor allem mit ihm zusammen auf dem Feld stehe“, erklärt Kühn. Denn der inzwischen für Berlin spielende Ernst hatte sich dann im Oktober 2019 zum dritten Mal im rechten Knie das Kreuzband gerissen. „Simon ist ein Vorzeigeprofi. Ich hätte aber nicht geglaubt, dass er noch mal zurückkommt“, gibt Kühn zu. Doch seit Oktober mischt Mittelmann Ernst, der am 2. April 26 Jahre alt wurde und damit nur einen Tag nach dem Melsunger Kollegen Geburtstag hat, wieder mit. Zwar haben sie sich seit März 2019 nicht gesehen, telefonisch tauschten sich die Rückraumakteure aber regelmäßig aus.

K wie Kunkel: Wer sich die Statistiken zu den vergangenen drei Begegnungen der MT etwas genauer ansieht, dem wird nicht nur auffallen, dass Yves Kunkel 14 Tore erzielt hat, sondern, dass der Linksaußen auch keinen einzigen Fehlversuch hatte. Kunkel ist damit aktuell Mister 100 Prozent. „Nach einem Spiel denkt man schon mal darüber nach, wie es für einen selbst gelaufen ist. Und klar freue ich mich über diese Bilanz, aber die Siege unserer Mannschaft stehen im Vordergrund“, sagt der Rechtshänder. Er sei gut durch die 14-tägige Quarantäne gekommen. „Ich fühle mich gut.“

K wie Kastening: Seit sieben Jahren spielt Timo Kastening in der 1. Bundesliga. Seine ersten beiden Tore warf er im Oktober 2013 gegen welches Team? Genau, Berlin. Mit Hannover unterlag er den Füchsen 33:35. „Ich weiß das selbst nicht mehr, ich kann mir nicht einmal merken, was in der letzten Saison war“, sagt der Rechtsaußen schmunzelnd. So konzentriert sich der Handballer des Jahres voll auf die Aufgabe in der Max-Schmeling-Halle: „In Berlin ist es, schwer zu gewinnen. Wie zuletzt gegen den BHC muss alles passen. Wir benötigen eine deutliche Steigerung in der Abwehr.“

K wie Kader: Bis auf Domagoj Pavlovic (Bänderanriss) hatte Melsungen gestern alle Mann an Bord, als es im Bus Richtung Berlin ging. Die Zeit bis zum Anwurf am Abend vertreibt sich das Team mit einer Gymnastik am Morgen im Hotel und einem Spaziergang am Nachmittag.

K wie Klassement: Es ist ein Duell der Tabellennachbarn: Die Melsunger haben als Sechster zwei Minuspunkte weniger auf dem Konto als die Gastgeber. Genauso wie die MT entschied das Team des neuen Trainers Jaron Siewert seine vergangenen drei Punktspiele für sich. „Die Berliner haben einen guten Lauf“, warnt Kunkel, „nun können wir zeigen, ob wir auch Topspiel können.“ (Björn Mahr)

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