Handball-Bundesligist vor spannenden Wochen

Jubiläen, Fitness und eine neue Frisur - das ist von der MT Melsungen jetzt zu erwarten

Handballer Yves Kunkel präsentiert sich beim MT-Training mit neuer Frisur.
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Optisch etwas verändert: Yves Kunkel präsentiert sich beim MT-Training mit neuer Frisur.

Am kommenden Donnerstag ab 19 Uhr gastiert Handball-Bundesligist MT Melsungen bei Aufsteiger Tusem Essen. Sportliches, Kurioses und Bemerkenswertes – das ist von der MT in den nächsten Wochen zu erwarten:

Kassel – Das erste Spiel nach langer Pause rückt näher. Am kommenden Donnerstag ab 19 Uhr gastiert Handball-Bundesligist MT Melsungen bei Aufsteiger Tusem Essen. Sportliches, Kurioses und Bemerkenswertes – das ist von der MT in den nächsten Wochen zu erwarten:

Zwei Jubiläen: Melsungens Rückraumschütze Julius Kühn steht aktuell bei insgesamt 970 Bundesliga-Toren. In den bisherigen zehn Spielen war er 64-mal erfolgreich. Wenn er diesen Schnitt hält, dann hat er schon Ende Februar die magische Marke von 1000 Treffern erreicht. Auch Kreisläufer Marino Maric dürfte bald Grund zum Feiern haben – ihm fehlen noch 18 Tore, um die 500 voll zu machen.

Vor kleinen Jubiläen: die MT-Profis Julius Kühn (Nummer 5) und Marino Maric.

Neue Frisur: Nein, Michael Allendorf hat keinen neuen Kollegen auf Linksaußen bekommen. Allerdings musste der 34-Jährige auch zweimal hinschauen, als er Yves Kunkel vor ein paar Tagen beim Training begrüßte. Denn der Ex-Leipziger hat sich auf dem Kopf optisch etwas verändert. „Ich hatte mal Lust auf etwas Neues. Dann habe ich mir selbst die Haare rasiert, und meine Frau Selina hat sie mir gefärbt“, berichtet Kunkel. Blondiert? „Nein, es geht eher Richtung grau.“ Ein paar spaßige Bemerkungen bleiben dem gebürtigen Saarländer aktuell nicht erspart. Sein Mitstreiter Allendorf sagt: „Wir müssen jetzt erst mal gucken, was der Neue so kann.“

Hat großen Spaß an der Arbeit mit dem MT-Team: Trainer Gudmundur Gudmundsson.

. Die Vertragsverlängerung des Trainers: Im vergangenen April gab Gudmundur Gudmundsson seine Zusage, der MT auch in der Saison 2020/21 als Coach zur Verfügung zu stehen – verbunden mit der Perspektive für ein langfristiges Engagement. Jetzt zeichnet sich ab, dass er auch über diese Serie hinaus den Melsungern erhalten bleiben wird. „Es macht mir Riesenspaß, mit den Jungs zu arbeiten. Das ist wichtig für mich. Und ich sehe Fortschritte bei meiner Mannschaft“, stellt der 60-Jährige fest.

Eine topfitte Mannschaft: Zwar war der MT-Kader WM-bedingt im Januar nicht komplett. Die Spieler, die aber nach dem Jahreswechsel in Melsungen unter der Anleitung von Co-Trainer Arjan Haenen und Athletikcoach Florian Sölter arbeiteten, spulten ein großes Programm ab. „Wir sind viel gelaufen“, erklärt Allendorf, „die Mannschaft ist einem guten Zustand.“ Und Kunkel ergänzt: „Das Training macht sich bezahlt. Ich bin heiß darauf, dass es wieder losgeht.“

Durch die Verlegung des für morgen geplanten Heimspiels gegen die Rhein-Neckar Löwen hatten die Melsunger in dieser Woche die Gelegenheit, auch im Grundlagenbereich einiges zu tun. Allein dreimal ging’s zum Krafttraining. Gudmundsson betont: „Wir haben sehr gut gearbeitet.“

Spannende Wochen: Natürlich hofft Manager Axel Geerken auch darauf, dass sich der gewünschte Erfolg einstellt und sein Team um Kapitän Finn Lemke in der Tabelle rasch nach oben klettert. Über allem steht aber die Frage, ob die Melsunger ohne große Probleme durch die nächsten Wochen kommen. „Ich freue mich, wenn wir jetzt keine weiteren positiven Coronatests haben“, sagt Geerken, „es ist der Mannschaft zu wünschen, dass sie in einen Fluss kommt und Rhythmus aufnimmt.“

Den bislang letzten Einsatz gab es vor Weihnachten mit dem 30:23 in Göppingen. „Unser Ziel muss es sein, da weiterzumachen, wo wir in Göppingen aufgehört haben“, erklärt Kunkel. Bis Ende Februar hat die MT fünf Spiele innerhalb von 17 Tagen.

Stabilere Leistungen: Der kollektive Aussetzer gegen Schlusslicht Coburg im Dezember ist noch nicht vergessen. Deshalb haben sich die Melsunger intensiv damit beschäftigt, dass sich ein solches Versagen nicht wiederholt. „Das hat bei uns jeder kapiert“, meint Allendorf. Mit der nötigen taktischen und personellen Variabilität möchte die MT Stabilität hineinbekommen. So ist etwa Maric nun auch eine Option für eine zentrale Abwehrposition. Und der Halbrechte Kai Häfner soll noch mehr die Spielmacher Domagoj Pavlovic und Lasse Mikkelsen unterstützen. Dass er sehr spielstark ist, machte er bei der Weltmeisterschaft in Ägypten deutlich. (Björn Mahr)

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