DHB-Männer gegen Portugal

Drei Länderspiele in Düsseldorf: Der Start in das Jahrzehnt des Handballs

Mittlerweile eine wichtige Stütze im deutschen Team: Sebastian Heymann.
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Mittlerweile eine wichtige Stütze im deutschen Team: Sebastian Heymann.

Der Tag des Handballs findet mit drei Länderspielen am Sonntag im Düsseldorfer PSD Dome statt.

Düsseldorf - Wenn es überhaupt so etwas wie einen Höhepunkt beim Tag des Handballs gibt, dann ist es der Auftritt der Männer-Nationalmannschaft. Im Düsseldorfer PSD Dome bekommt es das neuformierte Team von Bundestrainer Alfred Gislason am Sonntag ab 15 Uhr (Livestream bei ZDF Sport) mit der Auswahl aus Portugal zu tun. Allerdings stehen insgesamt drei Länderspiele auf dem Programm.

Ab 17.30 Uhr (live bei sportdeutschland.tv) erwarten die deutschen Frauen die Mannschaft aus Russland. Und bereits ab 12.30 Uhr (sportdeutschland.tv) tritt die U19 des Deutschen Handballbundes (DHB), immerhin amtierender Europameister, als U20 gegen Ungarn an.

Der Vorstellung des Nachwuchsteams kommt in gewisser Weise eine besondere Bedeutung zu. Denn der deutsche Handball steht vor einem Jahrzehnt mit mehreren Top-Ereignissen – neben der Frauen-WM 2025, die zusammen mit den Niederlanden ausgetragen wird, richtet der DHB noch die U21-WM 2023 (mit Griechenland), die Männer-EM 2024 und die Männer-WM 2027 aus. „Unsere U19-Europameister können die kommenden Jahre prägen. Im Idealfall geht es für diese talentierten jungen Männer mit drei Heimturnieren weiter“, erklärt DHB-Vorstandsvorsitzender Mark Schober auf Anfrage dieser Zeitung.

DHB-Vorstandsvorsitzender: Mark Schober.

Der Tag des Handballs in Düsseldorf ist für den DHB aber aus verschiedenen Gründen wichtig. Seit Beginn der Coronapandemie sank die Zahl der Mitglieder von 754 000 um mehr als 20 000 auf knapp 730 000 (Stand: Januar 2021). Jetzt kann der Dachverband wieder Werbung in eigener Sache machen. Publikum ist im PSD Dome erlaubt. Bereits am Samstag trainiert der diesmal nicht eingeladene Torwart Silvio Heinevetter vom Bundesligisten MT Melsungen ebenfalls in Düsseldorf mit Kindern.

„Auch wenn wir uns erst wieder an ausverkaufte Arenen herantasten müssen, wird der Sonntag besonders: Wir rechnen mit dem größten Zuspruch seit Januar 2020“, sagt Schober. Vor knapp zwei Jahren hatten die deutschen Männer in Mannheim vor 12 000 Fans 33:25 gegen Island gewonnen. Seitdem waren bei den Partien der DHB-Teams hierzulande entweder gar keine oder nur wenige Zuschauer zugelassen. Allerdings sind für die Länderspiele in der Arena in Düsseldorf noch Karten erhältlich.

Zwar werden auch Uwe Gensheimer und Steffen Weinhold vor Ort sein – aber das auch nur, weil sie nach ihren Rücktritten in der Pause des Männerspiels verabschiedet werden. So tritt die Mannschaft von Alfred Gislason mit vielen neuen Gesichtern an. Was bei Auftritten in Düsseldorf nichts Ungewöhnliches ist. Vor mehr als zweieinhalb Jahren debütierten Johannes Golla, Timo Kastening und Sebastian Heymann dort – jetzt sind sie wichtige Stützen. Kreisläufer Golla marschiert sogar als neuer Kapitän vorweg. „Wie viele Fans bin ich sehr neugierig auf unsere Nationalmannschaft. Ich bin gespannt, für welchen jungen Spieler der Tag des Handballs ein Meilenstein sein wird“, erklärt Schober.

Neu dabei sind: die Leipziger Joel Birlehm und Luca Witzke, Magdeburgs Lukas Mertens, Gummersbachs Julian Köster, Ludwigshafens Hendrik Wagner, Lemgos Lukas Zerbe sowie Djibril M’Bengue aus Porto. „Das Team brennt darauf, zu zeigen, was in ihm steckt“, sagt der Melsunger Rechtsaußen Kastening. Morgen ab 20.15 Uhr (live bei Sport 1) geht es schon einmal in Luxemburg gegen die Portugiesen. Danach kehrt das Team zum Lehrgang nach Düsseldorf zurück – und stimmt sich auf den zweiten Vergleich ein.

In Düsseldorf fand Anfang Oktober auch der DHB-Bundestag statt – dort hatte beispielsweise Jörg Föste, der Manager des Erstligisten Bergischer HC, Bob Hanning von den Berliner Füchsen als Vizepräsident beerbt. „Da haben wir den politischen Aufbruch ins Jahrzehnt des Handballs erlebt, jetzt folgt der sportliche Start“, betont Schober. (Björn Mahr)

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