Derby in Wetzlar: MT startet in die Restrunde

Fertigmachen zum ersten Pflichtspiel: Melsungens Michael Müller muss mit seinem Team am morgigen Mittwoch bei der HSG Wetzlar ran. Foto: Fischer

Kassel. Es geht wieder los für die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen. Zum Auftakt in die Restrunde steht das Hessenderby in Wetzlar auf dem Programm. Anwurf: Mittwoch, 19 Uhr.

Vier Wochen lang bereiteten sich die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen auf die Restrunde vor. Am Mittwoch ab 19 Uhr wird sich zeigen, ob sie gut gearbeitet haben: Das Derby in der Rittal-Arena bei der HSG Wetzlar steht auf dem Plan. „Uns erwartet ein brisantes Duell. Da bist du als Spieler gleich hellwach“, erklärt MT-Kapitän Michael Müller und sieht einen großen Unterschied zum Saisonauftakt: „Die Partien gegen die beiden Aufsteiger Coburg und Erlangen haben wir damals zu leicht genommen.“

Nun startet die MT gegen den Erzrivalen aus Mittelhessen. Allerdings könnten die Vorzeichen besser aussehen. Neben den Langzeitverletzten Gabor Langhans und Marino Maric wird Rechtsaußen Johannes Sellin fehlen. Was trotzdem Mut macht für den Restrundenstart und was Sorgen bereitet:

Das macht Mut 

• Der Abschluss: So enttäuschend die Hinserie verlief, so begeisternd war der Abschluss am 27. Dezember. Ausverkaufte Rothenbach-Halle, die SG Flensburg-Handewitt zu Gast, und am Ende erkämpfte die MT ein 24:24 gegen den Tabellenführer und weckte Erinnerungen an die erfolgreiche Vorsaison. Da war sie wieder, die alte MT. So kann es ab Mittwoch weitergehen.

• Die estnische Wurfgewalt: Als Dener Jaanimaa vom Rekordmeister Kiel im Oktober nach Melsungen wechselte, hatte die MT noch nicht einmal fünf Punkte auf der Habenseite und steckte in einer tiefen Krise. Kein guter Zeitpunkt, um integriert und an die neuen Abläufe herangeführt zu werden. Jetzt absolvierte der Este die komplette Winter-Vorbereitung mit der Mannschaft. „Es ist Wahnsinn, was Dener im Training aufs Tor schraubt“, lobt Kapitän Müller seinen Ersatzmann.

• Die serbische Wurfgewalt: Momir Rnic hat während der WM-Pause mit den Rhein-Neckar Löwen einen attraktiven neuen Verein gefunden. Er kann nun befreit aufspielen. „Ich will noch einmal zeigen, was ich draufhabe“, sagt der Serbe. Zudem wirkt der 29-Jährige austrainierter denn je. Er habe hart gearbeitet, sich konditionell verbessert und ein paar Kilo verloren, sagt Rnic. Und: „Es gibt nichts Besseres als solch ein Derby zum Auftakt.“

• Die zweite Garde: Nicht nur Jaanimaa, auch Arjan Haenen spielte sich als Mann aus der zweiten Reihe während der Vorbereitung in den Vordergrund. Umso wichtiger, weil Sellin erst mal ausfällt. Zudem überzeugte Youngster Johannes Golla sowohl im Angriff am Kreis als auch in der Deckung im Mittelblock.

Das bereitet Sorgen 

• Das Personal: Marino Maric langzeitverletzt, Johannes Sellin mit Problemen im Gesäßmuskelbereich, Felix Danner angeschlagen, Nenad Vuckovic erkältet - zwar werden Danner und Vuckovic in Wetzlar wohl zur Verfügung stehen, beide dürften aber noch nicht voll belastbar sein.

• Die Einstimmung: Nach der Rückkehr aus dem Trainingslager auf Fuerteventura wollte Trainer Michael Roth mit seinen Schützlingen am Abwehrspiel feilen. Nur: Dies war nicht so recht möglich, weil Mittelblocker Danner drei Wochen pausieren musste. So hatte Philipp Müller zumeist den jungen Johannes Golla an seiner Seite.

• Der Gegner: Keine Frage, die MT-Profis sind heiß. Zum Beispiel sagt Linksaußen Michael Allendorf: „Lieber Wetzlar zum Start als den Bergischen HC.“ Schön und gut. Doch die HSG spielt bislang eine gute Saison. Im Hinspiel in Kassel lief bei der MT kaum etwas zusammen. Und vor allem: In der Rittal-Arena herrscht eine giftige Stimmung, gerade gegen die Nordhessen. Da kann der Auftakt durchaus schiefgehen.

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