Hessenschlager so brisant wie nie

Melsungen gegen Wetzlar: Derby wird zum Verfolgerduell

Ein wegweisendes Duell: Melsungens Michael Müller (rechts) gegen Wetzlars Mittelmann Ivano Balic. Im Hintergrund beobachtet MT-Schlussmann Mikael Appelgren die Szene. Foto: Fischer

Melsungen. Es ist für beide das wohl prestigeträchtigste Spiel einer langen Bundesliga-Saison. Das Hessenduell, wenn die HSG Wetzlar und die MT Melsungen aufeinander treffen.

Wie am heutigen Mittwoch um 20.15 Uhr in der Rittal-Arena, wobei sich das diesmal sogar noch das Attribut „besonders“ verdient. Warum?

... weil es das 20. im zehnten gemeinsamen Bundesliga-Jahr ist. Die Gesamtbilanz (siehe nebenstehenden Artikel) spricht für die Melsunger, allerdings waren gerade die letzten Spiele ziemlich umkämpft.

... weil die Partie durch den Wetzlarer Lauf sogar zu einem Verfolgerduell mutiert. „Keine Frage, es geht auch um den sechsten Platz“, weiß MT-Trainer Roth um die große Bedeutung dieser Partie, selbst wenn die Gastgeber, was ihr Saisonziel angeht, tiefstapeln. Trainer Kai Wandschneider: „Wir wollen erstmal die Klasse sichern.“ Ein wichtiger Faktor dabei sei Spielmacher Florian Laudt (30), der seinen Vertrag bis Juni 2016 verlängert hat

Wir übertragen die Partie live aus Wetzlar.

... weil sich die Rivalen personell wohl selten so exakt auf Augenhöhe begegnet sind. Einen Klasse-Kader attestiert Michael Roth seinem Ex-Club angesichts eines aktuellen Weltmeisters (Guillaume Joli) und eines ehemaligen (Ivano Balic), einem Rückraum-Duo der Extraklasse mit Tönnesen und Fäth sowie eines höchst torgefährlichen Kreisläufers (Weber). „Da kommt auf unsere Abwehr Schwerstarbeit zu“, weiß der MT-Trainer. Und taxiert, wie sein Kollege, die Erfolgschancen auf 50:50: „Es wird auf die Tagesform ankommen.“

... weil beide Mannschaften fast in Bestbesetzung antreten können. Bei den Melsungern steht hinter dem Einsatz von Torwart Per Sandström aufgrund einer Grippe noch ein kleines Fragezeichen. Kreisläufer Felix Danner dagegen wird wohl rechtzeitig wieder fit sein.

... weil es auf dem Feld ein Wiedersehen zwischen Ex-Kameraden gibt. Schließlich spielten vier Melsunger (Ph. und M. Müller, Hildebrand und Allendorf) einst für die Mittelhessen. „Das macht das Spiel noch reizvoller“, freut sich Michael Müller insbesondere auf Tobias Hahn und Christian Rompf, mit denen er 2012/2013 gemeinsam auf Torejagd ging. Spektakulärster Wechsel war wohl der von Trainer Roth, der 2010 die Farben wechselte.

... weil das Derby gerade für die MT angesichts des kommenden Mammutprogramms wegweisend sein könnte. „Noch wissen wir nicht so richtig, wo wir stehen“, sagt Rückraumspieler Michael Müller nach der Lehrstunde gegen Kiel und dem gelungenen Auftakt in die Gruppenphase des EHF-Cups gegen Eskilstuna. Nach dem Spiel in Wetzlar wissen sie es mit Sicherheit, wobei ein Sieg im Jubiläumsderby des Teams für ihren Tanz auf zwei Hochzeiten Flügel verleihen könnte.

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