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30:26-Sieg im ersten EM-Test: Deutsche Handball-Nationalmannschaft bezwingt die Schweiz

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Von: Björn Mahr

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Erzielte wichtige Tore: Rechtsaußen Timo Kastening (Mitte), gegen Torwart Nikola Portner (links) und Lenny Rubin.
Erzielte wichtige Tore: Rechtsaußen Timo Kastening (Mitte), gegen Torwart Nikola Portner (links) und Lenny Rubin. © Marco Wolf/Wolf-Sportfoto

Test Nummer eins? Erfolgreich. Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat eine Woche vor dem EM-Auftakt im slowakischen Bratislava gegen Belarus das erste von zwei Vorbereitungsspielen gewonnen.

Kassel - Test Nummer eins? Erfolgreich. Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat eine Woche vor dem EM-Auftakt im slowakischen Bratislava gegen Belarus das erste von zwei Vorbereitungsspielen gewonnen. Gegen die nicht für die Europameisterschaft qualifizierte Schweiz gab es ein 30:26 (15:14). Bundestrainer Alfred Gislason war nach der Partie in Mannheim aber nicht rundum zufrieden. In der ARD stellte er kritisch fest: „Wir hatten Phasen, in denen es im Angriff nicht flüssig lief.“

Der zweite Test der deutschen Handballer steht schon morgen auf dem Plan: Ab 19.05 Uhr (Sport 1) geht es in Wetzlar gegen Olympiasieger Frankreich.

Als sich die Deutschen und die Schweizer das letzte Mal gegenüberstanden, gaben Timo Kastening, Sebastian Heymann und Johannes Golla ihr Debüt in der deutschen Nationalmannschaft. Nun, knapp drei Jahre später, prägte das Trio die Anfangsphase. Bis zum 9:7 in der 15. Minute gingen sechs der neun Tore auf die Konten des Melsunger Rechtsaußen Kastening und des Göppinger Rückraumstrategen Heymann. Und der Abwehrchef und Kreisläufer Golla stand als Kapitän sowieso im Fokus.

In der Startformation von Gislason tauchten mit dem Leipziger Lukas Witzke und Djibril M’Bengue zwei eher unerfahrene Akteure auf. Die erste Sieben komplettierten die Olympia-Teilnehmer Andreas Wolff und Marcel Schiller. Linksaußen Schiller steuerte in Durchgang eins einige wichtige Treffer bei, Wolff zeigte teilweise spektakuläre Paraden.

Zwar gelang es der DHB-Auswahl immer mal wieder, sich bis auf drei Tore abzusetzen. Doch die Schweizer, bei denen die Bundesliga-Stars Andy Schmid (Rhein-Neckar Löwen) und Lenny Rubin (Wetzlar) die Antreiber waren, ließen sich nicht abschütteln. Punktuell kam auch der frühere Melsunger Profi Roman Sidorowicz zum Einsatz. Nach 25 Minuten glichen die Eidgenossen, die oft mit dem siebten Feldspieler agierten, zum 13:13 aus.

„Die Abwehr hat mir in der ersten Hälfte nicht gut gefallen“, erklärte Handball-Experte Dominik Klein in der Pause in der ARD. Tatsächlich kassierte das deutsche Team etliche Gegentreffer aus dem Zentrum. Schon beim Lehrgang Anfang November hatte das DHB-Team in diesem Bereich erhebliche Schwächen offenbart. Dass die deutsche Mannschaft zur Pause 15:14 vorn lag, verdankte sie Christof Steinert, der aus der Distanz erfolgreich war.

Im zweiten Abschnitt vertraute Gislason in der Aufbaureihe auf den Magdeburger Philipp Weber und die Melsunger Julius Kühn und Kai Häfner. Auf den Außenpositionen ersetzten Lukas Mertens und Lukas Zerbe Schiller und Kastening. Allerdings war Schiller vor der Geisterkulisse in der SAP-Arena weiter ein zuverlässiger Siebenmeterschütze. Für die höchste Führung der Gastgeber sorgte Kühn: 22:17.

Es schien, als sollten die Deutschen nun auf die Siegerstraße einbiegen. Doch wieder ließen sie den Kontrahenten herankommen (25:24, 50.). In der Schlussphase ordnete Gislason eine 3:2:1-Deckung an. Vorgezogen agierte dabei Julian Köster. Der junge Mann vom Zweitligisten VfL Gummersbach hatte aber auch im Angriff noch gute Aktionen.

So bereitete er das 29:25 von Patrick Wiencek vor. Nach einer Glanzparade von Till Klimpke (58.) geriet der Sieg der DHB-Auswahl nicht mehr in Gefahr. Der Torwart empfahl sich damit für einen Einsatz morgen von Beginn an, wenn er mit der deutschen Mannschaft in seinem zweiten Wohnzimmer antritt. Er spielt sonst für die HSG Wetzlar. (Björn Mahr)

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