36:27-Sieg bei Ausscheidung in Berlin

Na also, es geht doch: Handballer schlagen Slowenien - jetzt ist Olympia-Ticket zum Greifen nahe

Die deutschen Handballer gewannen am Samstagnachmittag gegen Slowenien.
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Freude auf der deutschen Bank: Die deutschen Handballer gewannen am Samstagnachmittag gegen Slowenien.

Tag zwei bei der Olympia-Qualifikation in Berlin. Für die deutschen Handballer die Chance, gegen die Slowenen den vorentscheidenden Schritt zu den Sommerspielen in Tokio zu machen. Wie das zweite Gruppenspiel ausgegangen ist, verrät unser Schnellcheck:

Berlin – Tag zwei bei der Olympia-Qualifikation in Berlin. Für die deutschen Handballer die Chance, gegen die Slowenen den vorentscheidenden Schritt zu den Sommerspielen in Tokio zu machen. Wie das zweite Gruppenspiel ausgegangen ist, verrät unser Schnellcheck:

Gibt es denn etwas Positives aus dem deutschen Lager zu berichten?

Machen wir es nicht extra spannend. Das DHB-Team hat das Tor nach Tokio weit aufgestoßen. Nach dem 36:27 (22:12)-Sieg gegen die Slowenen muss die Mannschaft von Alfred Gislason nur noch die durchaus lösbare Aufgabe am Sonntag ab 15.45 Uhr (ZDF) gegen Außenseiter Algerien bewältigen.

Für welche Besetzung entschied sich Bundestrainer Alfred Gislason diesmal?

Überraschend tauchte der am Freitag noch in der Schlussphase stark gegen die Schweden aufspielende Torwart Johannes Bitter nicht im 16-köpfigen Kader auf. Der Grund: Der Stuttgarter hatte sich beim 25:25 leicht verletzt. Allerdings hatte Gislason ohnehin schon am Vortag durchblicken lassen, dass Andreas Wolff ins Team rücken wird – weil er als Torwart in Kielce „viele Slowenen aus der Champions League“ gut kennt. Im Aufgebot fehlte zudem Hannovers Fabian Böhm. Für ihn war Mindens Youngster Juri Knorr dabei.

Wie verlief die Begegnung?

Das Team des Deutschen Handballbundes (DHB) machte vom Anwurf weg einen entschlossenen Eindruck – und schaffte es, sich ab der zehnten Minute immer weiter absetzen. Timo Kastening, Philipp Weber und Steffen Weinhold stellten auf 11:6 (15.). Dann erhöhten Johannes Golla, Julius Kühn und Marcel Schiller, der nach seinem wichtigen Treffer zum 25:25 gegen Schweden am Vorabend den Vorzug vor Kapitän Uwe Gensheimer erhielt, auf 17:9 (22.). „Es hat viel Spaß gemacht heute“, stellte Weber fest. Den Gästen fiel insbesondere gegen die kompakte deutsche Deckung wenig ein. „Wir haben fantastisch in der Abwehr gespielt“, lobte Rückraumakteur Kai Häfner das eigene Team. Zudem ging das Torwartduell an die Heimmannschaft: Wolff war eindeutig besser im Spiel als die aus der Bundesliga bekannten Klemen Ferlin (Erlangen) und Urban Lesjak (Hannover).

Kam noch einmal Spannung auf?

Klares Nein. Das deutsche Team spielte es souverän herunter. Gislason konnte es sich Mitte des zweiten Abschnitts sogar erlauben, einmal kräftig durchzuwechseln. Dann durften Gensheimer, Patrick Groetzki, Knorr, Sebastian Heymann und Fabian Wiede ran. Den letzten Treffer zum 36:27 erzielte Gensheimer vom Siebenmeterpunkt.

Gab es einen Mann des Spiels?

Nach diesem souveränen Sieg fällt es schwer, einen Akteur besonders zu erwähnen. Doch dass Wolff nach dem Ausfall Bitters ein starker Rückhalt war, damit war nicht unbedingt zu rechnen. Deshalb gebührt dem Ex-Kieler ein besonderes Lob. In der 14. Minute wehrte er beispielsweise gekonnt einen Siebenmeter von Sloweniens Superstar Jure Dolenec ab.

Welche Rolle spielten die vier Melsunger Profis?

Schlussmann Silvio Heinevetter war als Ersatz für Wolff dabei, hatte aber in der Schlussphase noch einige gute Szenen. In einem für ihn besonderen Spiel: Es war sein 200. Einsatz für Deutschland. Julius Kühn, Kai Häfner und Timo Kastening standen dagegen erneut in der Startformation – und hatten durchaus Anteil, dass die erste Hälfte mit einer deutlichen Führung der DHB-Auswahl zu Ende ging. Zehn der 22 Treffer in Hälfte eins gingen auf das Konto der MT-Spieler Kühn (5), Kastening (4) und Häfner (1). Ärgerlich nur: Kühn kassierte früh seine zweite Zeitstrafe. (Björn Mahr)

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