Schnellcheck 

Deutsche Handballer verlieren Test gegen Schweiz – Melsunger Kühn geehrt

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An alter Wirkungsstätte geehrt: der verletzte Julius Kühn (links) mit DHB-Präsident Andreas Michelmann. 

Gut einen Monat vor den nächsten Spielen in der EM-Qualifikation gegen Polen haben die deutschen Handballer einen Test gegen die Schweiz verloren. 

Im ausverkauften ISS Dome gab es eine 27:29 (10:9)-Niederlage. Unser Schnellcheck:

Wie war der erste Auftritt nach der Heim-WM?

Da die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop nicht in Bestbesetzung antrat und unter anderen auf Fabian Wiede, Silvio Heinevetter, Patrick Groetzki und Jannik Kohlbacher verzichten musste, lief längst nicht alles rund. So lag die Mannschaft zwar zunächst nach einem Wurf von Keeper Andreas Wolff ins leere gegnerische Gehäuse 5:2 vorn (15.), aber die Schweizer fanden – angeführt vom Superstar und Bundesliga-Legionär Andy Schmid – besser ins Spiel. So führte der Gast fünf Minuten vor dem Wechsel 9:7. Doch noch vor der Pause übernahm der Favorit wieder die Führung. Nach Wiederanpfiff wechselte Prokop kräftig durch. Auch einige der Debütanten (wie beispielsweise Torwart Christopher Rudeck und Sebastian Heymann) durften sich beweisen. Allerdings schlichen sich immer wieder Fehler ins deutsche Spiel. Vier Treffer in Folge warfen die Schweizer, ehe die DHB-Auswahl das erste Mal im zweiten Durchgang traf (10:13). Es blieb ein spannendes Kräftemessen. Zumal der Gäste-Torsteher Aurel Bringolf hervorragend parierte.

In der 51. Minute lag die deutsche Mannschaft gar 20:24 hinten. Prokop brachte für die Schlussphase wieder einige der arrivierten Kräfte. Aber Schmid hatte so viel Gefallen an dieser Begegnung gefunden, dass er wiederholt der Heimmannschaft eine lange Nase drehte. Das vorentscheidende 28:23 war sein achter Treffer (57.). 

Wie viel MT Melsungen steckte in diesem Spiel?

Doch eine ganze Menge. Finn Lemke hielt die deutsche Abwehr zusammen, Roman Sidorowicz wirbelte im Schweizer Rückraum – ihm gelang auch das 1:0 der Eidgenossen. Aber auch der verletzte Julius Kühn war im ISS Dome dabei – vor dem Anwurf wurde der Torjäger für sein 50. Länderspiel geehrt, bei dem er sich Ende Oktober im Kosovo einen Kreuzbandriss zugezogen hatte. Zumindest lange Bezug zur MT hatte Johannes Golla, der sein Debüt in der A-Nationalmannschaft gab und sich etwa mit dem Treffer zum 18:17 belohnte (42.). 

Gab es einen Spieler des Tages?

Es war ja nur ein Testspiel für die anstehenden Aufgaben in der EM-Qualifikation im April. Doch Neuling Timo Kastening von der TSV Hannover-Burgdorf spielte auf rechtsaußen frech auf. Bezeichnend: Sein erstes A-Länderspieltor seiner Karriere erzielte er vom eigenen Kreis (4:2, 12.) in den verwaisten gegnerischen Kasten.

Wie war die Stimmung in der Halle?

Viele Zuschauer, ein stimmungsvoller Einmarsch, dazu die vertrauten Songs – einiges erinnerte an die WM-Abende im Januar. 11 593 Fans bildeten die passende Kulisse für einen kurzweiligen Handball-Nachmittag. Nur der Spielausgang passte aus DHB-Sicht nicht ins Bild. 

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