Vorbereitung in Zahlen

Deutsche Handballer vor Umzug ins Olympische Dorf: Ständchen und Blick auf den Pazifik

Bald wird es ernst: Steffen Weinhold (links) und Timo Kastening starten mit der deutschen Handball-Nationalmannschaft am Samstag ins olympische Turnier.
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Bald wird es ernst: Steffen Weinhold (links) und Timo Kastening starten mit der Handball-Nationalmannschaft am Samstag ins olympische Turnier.

Noch einmal schlafen – dann beenden die deutschen Handballer das Trainingslager in Tokushima und ziehen ins Olympische Dorf in Tokio. Am Samstag ab 9.15 Uhr (ZDF und Eurosport) steht das erste Gruppenspiel gegen Europameister Spanien auf dem Plan.

Kassel – Noch einmal schlafen – dann beenden die deutschen Handballer das Trainingslager in Tokushima und ziehen ins Olympische Dorf in Tokio. Am Samstag ab 9.15 Uhr (ZDF und Eurosport) steht das erste Gruppenspiel gegen Europameister Spanien auf dem Plan. Grund genug, einmal etwas genauer auf die bisherige Vorbereitung zu blicken – in Zahlen.

2Tests absolvierte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB). Sowohl gegen Brasilien (36:26) als auch gegen Ägypten (29:27) verließ das Team von Bundestrainer Alfred Gislason vor der Abreise nach Japan in Nürnberg als Sieger das Feld. Ein Vorbereitungsspiel in Japan gegen Bahrain war frühzeitig abgesagt worden, um unnötige Kontakte im Vorfeld zu vermeiden. So reichte es nur noch für interne Spielchen.

3Geburtstagsständchen lockerten den Ablauf in den vergangenen 16 Tagen auf. Eigentlich waren es sogar vier – doch weil am Montag mit Rückraumstratege Steffen Weinhold (35) und Kreisläufer Jannik Kohlbacher (26) gleich zwei Teammitglieder ein Jahr älter wurden, gab es praktisch zwei Ständchen in einem. Zuvor hatten der Melsunger Kai Häfner (32) und Co-Trainer Erik Wudtke (49) Geburtstag.

17Übungseinheiten insgesamt hat die Mannschaft absolviert, wenn sie morgen von Tokushima ins Flugzeug nach Tokio steigt. Vor zwei Wochen hatte sich das Team zunächst in Herzogenaurach an die Trainingsarbeit gemacht. „Die Stimmung ist gut, die Jungs sind gut drauf. Ich habe den Eindruck, dass sie die lange Saison nach und nach hinter sich lassen“, sagt Gislason. Am Feinschliff gefeilt wurde nicht nur in einer 15 Autominuten entfernten Trainingshalle, sondern auch im Fitnessbereich im Teamhotel AoAwo Resort in Naruto. Für das Abschlusstraining in Tokio wurden ihm von den Organisatoren lediglich 45 Minuten eingeräumt.

25Mitglieder umfasst die Delegation des DHB in Tokushima. Dazu zählen die 17 nominierten Spieler und acht Offizielle. Nicht alle dürfen allerdings mit ins Olympische Dorf: Unter anderen werden die beiden Melsunger Profis Silvio Heinevetter und Tobias Reichmann, die als Nummer 16 und 17 geführt werden, in einem Hotel untergebracht.

80Quadratmeter groß etwa ist ein Garten direkt an der Luxusherberge. Da für die Handballer strenge Regeln gelten und sie die Anlage nur für das Training verlassen dürfen, entspannen sie auf dem Grundstück, von dem die Spieler zumindest einen guten Blick auf den Pazifik haben. Zuletzt waren die Temperaturen in der Region auf 30 Grad gestiegen.

208Zimmer hat das Resort-Hotel direkt am Meer. Die Spieler vertreiben sich dort die freie Zeit mit Karten- und Gesellschaftsspielen. Und sie sammeln schon im Netz Eindrücke aus dem Olympischen Dorf. „Man sieht die ersten Bilder, die deutsche Athleten aus dem Dorf posten. Das macht schon etwas mit einem, man freut sich nun doch noch mehr“, sagte Philipp Weber, der Spielmacher des DHB-Teams bei einer virtuellen Pressekonferenz Anfang dieser Woche. Einmal noch schlafen – dann kann er auch Fotos machen. (Björn Mahr)

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