Am Wochenende in Eisenach

DHB-Pokal: Für die MT wird’s jetzt wieder ernst

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Ist froh, dass es wieder losgeht: Melsungens Linksaußen Michael Allendorf ist mit der Vorbereitung voll und ganz zufrieden.

Kassel. Es geht wieder los. Die Bundesliga startet zwar erst am nächsten Freitag. Doch bereits an diesem Wochenende haben die Handballer der MT Melsungen ihre ersten Pflichtaufgaben zu erfüllen.

In der Eisenacher Werner-Assmann-Halle will die Mannschaft von Trainer Michael Roth die erste Hürde im DHB-Pokal nehmen. Es wird also wieder ernst für die MT.

Mit dem kleinen Final Four, wie die Handballer diese Runde nennen, endet zugleich die Vorbereitungszeit. Grund genug, Bilanz zu ziehen und einen Ausblick zu wagen:

Die Vorbereitung 

Starke Vorbereitung: Jeffrey Boomhouwer. Foto:  Fischer

Gut fünf Wochen haben die MT-Spieler Kondition gebolzt, Angriffsvarianten einstudiert, Abwehrformationen getestet und, und, und. Dass die Vorbereitung endet, sei grundsätzlich immer gut, sagt Linksaußen Michael Allendorf. Vor den ersten Spielen herrsche gleichzeitig eine gewisse Unsicherheit: „Man weiß nie, wo man steht.“ Von daher freut sich Allendorf auf das Pokalwochenende. Zumal er mit einem guten Gefühl aus der Vorbereitung geht. „Alle haben mitgezogen.“ Auch für ihn persönlich seien die fünf Wochen prima verlaufen. Ähnlich positiv blickt der Melsunger Trainer auf den vergangenen Monat. Was Roth besonders freut: Die drei Neuzugänge sind schnell integriert worden. Sowohl Timm Schneider als auch die Torleute Johan Sjöstrand und René Villadsen waren sofort Teil des Teams. Und noch etwas freut den Handballlehrer: „Alle Jungs sind auf dem Damm und können am Wochenende spielen“, sagt Roth.

Die Gewinner 

Zu einer Vorbereitung zählt zudem, dass Spieler die Chance nutzen, sich zu empfehlen. Zu ihnen gehört Jeffrey Boomhouwer. „Er hat super gearbeitet und macht nun Druck auf Allendorf“, sagt der Trainer. Ebenso hätten Kreisläufer Marino Maric und Rückraumschütze Momir Rnic noch eine Schippe draufgelegt. Außerdem sei Philipp Müller in Topform und eine gute Alternative zu Rnic im Angriff.

Die Startformation 

Gut drauf: Philipp Müller. Foto:  Schachtschneider

Der Ex-Kieler Sjöstrand ist im Tor gesetzt. Bis zur Genesung von Patrik Fahlgren soll Nenad Vuckovic als Spielmacher anfangen. An seiner Seite im Rückraum agieren Rnic und der neue Kapitän Michael Müller. Die Außen besetzen Allendorf und Johannes Sellin, der zum Ende der Vorbereitung „richtig Gas gegeben hat“, wie Roth erklärt. Am Kreis soll Felix Danner beginnen. An Alternativen mangelt es nicht. „Jede Position haben wir doppelt und gleichwertig besetzt“, sagt der Trainer. Gerade in der Abwehr ergeben sich Varianten. Danner und Philipp Müller bilden den Mittelblock. Einer von beiden soll immer im Zentrum spielen. Mit Schneider, Maric und Vuckovic hat Roth dann Alternativen. „Wir sind variabler denn je.“ Nicht zuletzt gibt es die bewährte 5:1-Deckung mit Allendorf an der Spitze.

Das Wochenende 

„Wir sind Favorit“, sagt Allendorf vor der Partie gegen Aufsteiger Eisenach, obwohl er mit einer aufgeheizten Stimmung in der Halle rechnet. Im Endspiel hätte es die MT mit einem Drittligisten zu tun. Ginge es gegen Großwallstadt, träfen Roth und die Müllers auf ihren Ex-Klub.

Von dem Erstrunden-Turnier ist der MT-Trainer nicht wirklich begeistert. Erstens sind es aller Voraussicht nach zwei Spiele an einem Wochenende, da sei die Belastung vor dem Saisonstart direkt hoch. Und zweitens: „Ich hatte die Idee so verstanden, dass die Turniere auf dem Land bei kleineren Vereinen stattfinden sollen“, sagt Roth. So hätte das einen Event-Charakter. In dieser Form dagegen mache das Turnier keinen Sinn. Roth sagt: „Das ist nicht richtig durchdacht.“

Der neue Pokal-Modus der ersten Runde

In dieser Saison wird die erste Runde im DHB-Pokal in Turnierform ausgetragen. Nur die Sieger kommen weiter. Heute bestreitet die MT Melsungen ab 20 Uhr das Halbfinale gegen den gastgebenden Verein ThSV Eisenach. Im Falle eines Erfolgs hätten es die Nordhessen am Sonntag ab 17 Uhr mit dem Gewinner der Partie TSB Heilbronn/Horkheim gegen TV Großwallstadt zu tun. Gehen die Melsunger daraus ebenfalls als Sieger hervor, stehen sie im Pokal-Achtefinale Ende Oktober.

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