Interview: Löwen-Kreisläufer Pekeler sieht nur leichte Vorteile bei seiner Mannschaft

„Die MT liegt uns nicht so gut“ - Löwen-Kreisläufer Pekeler im Interview

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Szene aus dem Pokalspiel im Dezember: Hendrik Pekeler (hinten) versucht, Melsungens Timm Schneider aufzuhalten.

Kassel. Seit dem Pokal-Aufeinandertreffen zwischen den Rhein-Neckar Löwen und der MT Melsungen im Dezember, dessen Wertung nachträglich annulliert wurde, hat sich einiges getan:

Deutschland ist Handball-Europameister, und auch weniger an dieser Sportart interessierte Menschen wissen nun etwas mit dem Namen Hendrik Pekeler anzufangen. Der Kreisläufer der Löwen freut sich nicht nur auf die Neuauflage, sondern auch auf das Wiedersehen mit MT-Außen Johannes Sellin - sein Zimmerkollege bei der deutschen Nationalmannschaft.

Herr Pekeler, entschuldigen Sie die Störung.

Hendrik Pekeler: Kein Problem, alles gut.

Aber Sie haben noch viele Interviewanfragen seit der EM?

Pekeler: Ohne Zweifel. Die Zahl solcher Anfragen hat deutlich zugenommen. Vor allem gibt es viel mehr Interviews vor laufender Kamera. Aber das passt schon so.

Ein Wiederholungsspiel im Pokal - wie viel Last und wie viel Lust stecken in solch einer Partie?

Pekeler: Aus unserer Sicht ist dieses Spiel absolut unnötig, und ich denke, dass dies auch für Melsungen so gilt - auch wenn die MT nicht ganz so eine hohe Belastung hat wie wir. Wir hatten es ja im Dezember bei einer Vier-Tore-Pausenführung in der Hand, das Spiel ungefährdet zu gewinnen. Leider haben wir es noch verbockt. 

Radio HNA

Wir übertragen das Spiel live und in voller Länge ab 19 Uhr. Es kommentieren Patrick Schuhmacher und MT-Linksaußen Michael Allendorf.

Es hätte gar nicht zu diesem dramatischen Ende kommen müssen. Dass wir heiß sind auf die Partie, dürfte jedem klar sein. Es geht schließlich ums Final Four in Hamburg.

Wie sehen Sie die Rollenverteilung?

Pekeler: Sicher haben wir einen leichten Vorteil, weil wir zu Hause spielen. Doch klar ist auch: Wir haben schon zweimal gegen Melsungen in dieser Saison gespielt und hatten jedes Mal Probleme. Die MT liegt uns nicht so gut. Ihre 6:0-Abwehr ist schwer zu knacken.

Inwieweit spüren Sie nach der schmerzhaften Heimniederlage in der Bundesliga gegen Flensburg noch mehr Druck?

Pekeler: Erstens haben wir immer Druck, zweitens hat Verfolger Kiel schon kräftig aufgeholt, dass wir ohnehin auf der Hut sein müssen.

Sie treffen mal wieder auf Johannes Sellin.

Pekeler: Im Spiel haben wir ja nicht so viel miteinander zu tun, die Wege von Kreisläufer und Rechtsaußen kreuzen sich schließlich nicht so oft. Aber nach der Schlusssirene werden wir uns schon noch ein bisschen austauschen.

Als Zimmerkollegen beim deutschen Nationalteam verstehen Sie sich besonders gut?

Pekeler: Absolut. Wir sind eng befreundet und schreiben uns regelmäßig. Unsere Eltern kennen sich sogar, weil Hannes und ich schon seit Jugend und Junioren zusammen für Deutschland gespielt haben. Und mittlerweile haben auch unsere Freundinnen einen Draht zueinander.

Sellin berichtet davon, dass er fast immer bei den Siedlern von Catan gewinnt. Klären Sie uns auf: Wie gut ist er wirklich?

Pekeler: Man kann sagen, dass er als Favorit ins Spiel geht. Aber dass er immer gewinnt? Das kann ich nicht unterschreiben. (lacht)

Zur Person: Hendrik Pekeler (24) wechselte im Sommer 2015 vom TBV Lemgo zu den Rhein-Neckar Löwen. VorherigeStationen des Kreisläufers waren der THW Kiel und der Bergische HC. Der gebürtige Itzehoer, Spitzname Peke, warf in 48 A-Länderspielen 67 Tore für die DHB-Auswahl. Pekeler hat mit seiner Freundin eine Tochter.

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