Handball-Bundesligist hofft auf dritten Sieg im dritten Spiel

Die MT Melsungen und der Konkurrenzkampf - Sonntag beim HC Erlangen zu Gast

Die Trainer und ihre Abwehrstrategen: Gudmundur Gudmundsson (vorn) und Arjan Haenen hinten (von links) besprechen sich mit Arnar Freyr Arnarsson und Kapitän Finn Lemke.
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Die Trainer und ihre Abwehrstrategen: Gudmundur Gudmundsson (vorn) und Arjan Haenen hinten (von links) besprechen sich mit Arnar Freyr Arnarsson und Kapitän Finn Lemke.

Das dritte Punktspiel steht für die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen auf dem Plan. Am Sonntag ab 16 Uhr (live bei Sky) haben sie in Nürnberg beim HC Erlangen die Gelegenheit, ihren gelungenen Saisonstart zu untermauern.

Kassel – Das dritte Punktspiel steht für die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen auf dem Plan. Am Sonntag ab 16 Uhr (live bei Sky) haben sie in Nürnberg beim HC Erlangen die Gelegenheit, ihren gelungenen Saisonstart zu untermauern.

Es ist für die noch unbezwungene MT der dritte Einsatz innerhalb von acht Tagen. Eine wichtie Frage lautet deshalb: Wird Trainer Gudmundur Gudmundsson die Last in der Nürnberger Arena nun auf mehr Schultern verteilen? Bisher hielt er sich mit Wechseln dezent zurück. So stellt sich die Lage dar:

Die Aufstellung: Gudmundsson begann sowohl beim 25:23 in Balingen als auch beim 27:21 gegen Lemgo fast mit der gleichen Besetzung. Domagoj Pavlovic, Julius Kühn und Kai Häfner bildeten den Rückraum, Yves Kunkel agierte auf Linksaußen, und am Kreis war Arnar Freyr Arnarsson erste Wahl, da er zugleich auch im Abwehrzentrum an der Seite von Finn Lemke benötigt wurde. Lediglich auf zwei Positionen wurde kräftig getauscht.

So musste Silvio Heinevetter gegen die Lipper zuschauen, nachdem er in Balingen noch zwischen den Pfosten angefangen hatte. Auf Rechtsaußen teilten sich Tobias Reichmann und Timo Kastening die Arbeit. „Wir sind zwei deutsche Nationalspieler, die einfach Gas geben. Und wenn dir einer im Nacken sitzt, dann pusht dich das ungemein“, erläutert Kastening.

Der Konkurrenzkampf: 16 Spieler umfasst der Kader der Nordhessen. Zurzeit wird das Aufgebot noch durch den A-Jugendlichen Ben Beekmann komplettiert. Allerdings soll Michael Allendorf (Muskelfaserriss) zum nächsten Heimspiel am 17. Oktober gegen GWD Minden wieder zur Verfügung stehen und damit den Konkurrenzkampf auch auf Linksaußen anheizen.

Bislang noch ohne Einsatzzeit: Felix Danner.

Er ist nicht der Einzige, der auf einen Einsatz brennt. Auch der dienstälteste MT-Profi Felix Danner wurde noch nicht eingesetzt. „Ich bin bereit, ich hoffe, dass ich auch meine Chance bekomme“, erklärt der Kreisläufer. Bislang durfte immer nur der kroatische Vize-Europameister Marino Maric als Entlastung für Arnarsson ran.

„Das kann sich schnell ändern. Es ist alles offen. Wichtig ist ein gesunder Konkurrenzkampf“, stellt Gudmundsson klar. „Wir haben insgesamt 38 Spiele“, ergänzt Assistenzcoach Arjan Haenen, „es wird jeder gebraucht.“ Der Niederländer räumt allerdings auch ein, dass „es für die Trainer nicht einfach“sei.

Damit spielt Haenen insbesondere auf die Situation im zentralen Rückraum an, wo Lasse Mikkelsen seit seiner Top-Leistung im Europacup in Silkeborg weniger berücksichtigt wurde. Pavlovic scheint aktuell gesetzt zu sein. „Wir haben eine gute Mischung auf der Mitte. Zurzeit haben wir aber auch wenig Grund zu wechseln. Domba drückt unserem Spiel seinen Stempel auf.“

Bislang noch wenig gespielt: Lasse Mikkelsen.

Die Stimmung: „Der Saisonstart ist geglückt, die Mannschaft funktioniert“, resümiert Danner nach den ersten beiden Meisterschaftsspielen. Im Schnitt kassierten die Melsunger bislang lediglich 22 Gegentore –ein Top-Wert. „Das sagt viel über unsere Qualität aus“, betont Gudmundsson. Aber nicht ohne nachzuschieben, dass „unsere Hintermannschaft am Sonntag wieder geprüft wird“.

Er warnt vor dem Offensivgeist und der Torgefährlichkeit der Erlanger. Er warnt vor deren kompromissloser 6:0-Deckung. Und er warnt vor Simon Jeppsson (zuletzt Flensburg) und Steffen Fäth (zuletzt Rhein-Neckar Löwen), zwei von mehreren prominenten Neuzugängen des Gegners.

Dass die MT überhaupt erst einmal bei den Franken verlor und die vergangenen beiden Duelle gewann, spielt für Gudmundsson keine Rolle: „Das ist Vergangenheit. Der Gegner hat jetzt eine andere Mannschaft.“ (Björn Mahr)

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