Melsungens Kapitän Michael Müller freut sich auf den Saisonauftakt am Samstag gegen die Füchse Berlin

Diese MT will wieder begeistern

Kassel. Zwei neue Torleute, ein Abwehrrecke und Spielmacher, zwei Talente – das war’s. Allzu viel hat sich beim Melsunger Handball-Bundesligisten personell nicht verändert. Der Verein setzt auf Kontinuität. Gut so. Denn was im vergangenen Jahr phasenweise prima funktionierte, gilt umso mehr für die kommende Spielzeit. „Wir wollen die Fans wieder begeistern“, sagt Michael Müller. Und das am besten gleich am Samstag zum Saisonauftakt gegen die Füchse Berlin. Anwurf in der Rothenbach-Halle ist um 19 Uhr.

Obwohl der 30-Jährige über genügend Routine verfügt, steigt die Nervosität. Das erste Spiel einer Saison sei immer etwas Besonderes, sagt Müller: „Es ist wichtig, dass wir gut starten. Von daher kribbelt es schon ein bisschen.“ Mit seiner neuen Rolle als Melsunger Kapitän habe die Aufregung allerdings nichts zu tun. Bislang habe er ohnehin nicht auf den Tisch hauen müssen, sagt Müller augenzwinkernd. Viel verändert habe sich sowieso nicht. „Ich habe früher schon meine Meinung gesagt. Das mache ich jetzt genauso.“ Das Kapitänsamt versteht Müller nicht als „Alleinherrschaft“, wie er es formuliert. „Wir machen den Job zu dritt.“ Wir – das sind neben Müller noch Kreisläufer Felix Danner und Linksaußen Michael Allendorf.

Mit dem Verlauf der Vorbereitung inklusive des souveränen Auftritts im Pokal am vergangenen Wochenende ist der Linkshänder vollkommen zufrieden. Die neuen Spieler seien „top integriert“, im Team herrsche eine sehr gute Stimmung – einziger Wermutstropfen sei der Kreuzbandriss von Malte Schröder. Der Rückraummann wurde am Dienstag erfolgreich operiert.

„Das ist bitter. Aber das werden wir irgendwie kompensieren“, sagt Müller. Zumal Jan Forstbauer, ebenfalls ein Mann für den rechten Rückraum, zuletzt noch mal einen Schritt nach vorn gemacht habe. Müller sagt: „Ich mache mir da keine Sorgen.“

Spannend wird die Saison allemal. Für den neuen Melsunger Kapitän ist es überdies wichtig, dass „wir in jedem Spiel 100 Prozent geben und nichts abschenken“. Müller will mit seinem Team den fünften Platz angreifen – die Auftritte im Europapokal im vergangenen Jahr haben Lust auf mehr gemacht. „Das war ein Riesenerlebnis“, sagt der 55-fache Nationalspieler. Über die Art und Weise, wie die Mannschaft dieses Ziel erreichen will, hat Müller auch so seine Vorstellungen. Mit Neuzugang Timm Schneider sei die Abwehr noch stabiler geworden. Und dank einer sicheren Deckung will die MT zu leichten Toren kommen.

Wie solch ein Tempo-Handball aussehen kann, hat die Mannschaft vor allem zu Hause mehrfach gezeigt und damit die Rothenbach-Halle in ein Tollhaus verwandelt. Genau auf diese Stimmung freut sich Müller: „Es macht Spaß, vor eigenem Publikum zu spielen. Die Halle muss auch am Samstag voll sein. In den vergangenen Jahren ist die Euphorie immer besser geworden.“ Dass sie weiterhin steigt, dafür will der heimische Handball-Erstligist bereits gegen Berlin sorgen.

Von Robin Lipke

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