Donnerstag, 20.30 Uhr, Rothenbach-Halle

Es geht gegen den Ex-Klub: Ex-Gummersbacher Julius Kühn kennt kaum noch einen

Einst mit-, nun gegeneinander: Der Neu-Melsunger Julius Kühn (links) und sein langjähriger Mittelmann Christoph Schindler (rechts), hier gemeinsam gegen den Flensburger Johan Jakobsson. Kleines Bild: Julis Kühn. Foto:  Becker/dpa

Melsungen. Knapp elf Wochen ist es her, dass Julius Kühn sein letztes Spiel für den VfL Gummersbach bestritt.

Nun gibt‘s bereits im ersten Heimspiel der neuen Saison mit seinem neuen Arbeitgeber MT Melsungen ein Wiedersehen (Donnerstag, 20.30 Uhr, Rothenbach-Halle). Für den 24-jährigen Rückraumspieler eine „besondere Partie in doppelter Hinsicht“: Zum einen gilt es, die 27:29-Auftaktschlappe in Stuttgart wettzumachen, zum anderen ist die schnelle Begegnung mit seiner jüngsten, so erfolgreichen sportlichen Vergangenheit „natürlich kein Duell wie jedes andere“.

Allerdings kennt der Torjäger die meisten aktuellen VfL-Spieler gar nicht mehr. Das ist einem radikalen Neuaufbau beim Altmeister geschuldet, an dem sein langjähriger Regisseur und Kapitän entscheidend beteiligt war: Christoph Schindler, von 2010 bis 2017 Mittelmann der Oberbergischen, holte, mittlerweile zum Sportdirektor aufgestiegen, acht neue Leute. Vor wenigen Tagen erst den letzten: Linksaußen Marvin Sommer aus Leipzig, als Ersatz für den verletzten Kevin Schmidt.

Julius Kühn

Von den sechs Rückraumspielern, die dem neuen Trainer Dirk Beuchler zum Saisonauftakt gegen die HSG Wetzlar zur Verfügung standen, feierten fünf ihr Bundesliga-Debüt. Auf der Mitte Josef Pujol (von Elverum Handball aus Norwegen) und (von SG Handball West Wien) Erwin Feuchtmann Perez, die den etatmäßigen Kopf der Mannschaft, Nationalspieler Simon Ernst (Kreuzbandriss) im Paket ersetzen sollten.

Das konnte nicht gut gehen. Und ging es auch nicht. Mit 33:22 wurde der VfL in eigener Halle von der HSG Wetzlar deklassiert. Dirk Beuchler war besonders über die zweite Halbzeit (8:17) entsetzt: „14 Fehlwürfe in 30 Minuten, das geht einfach nicht.“

Prompt musste sich der frischgebackene Sportdirektor schon nach dem ersten Spieltag direkt die Frage nach dem Rücktritt vom Rücktritt gefallen lassen, ob und wann er denn angesichts der Personalnot wieder aufs Spielfeld zurückkehren würde.

Der blieb gelassen, verwies darauf, dass diese neuformierte Mannschaft „einfach Zeit braucht, um sich zu finden“. Und dass sie genau diese Zeit auch bekommen soll. Was nicht ausschließt, dass sie trotz noch fehlender Feinabstimmung bei der MT ihre Chance suchen wird. „Wir werden uns etwas einfallen lassen“, verspricht der VfL-Coach. Auch gegen die Wurfkraft eines Julius Kühn, vor der insbesondere Christoph Schindler die Gäste-Mannschaft eindringlich warnen wird.

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