Häfner rettet einen Punkt

Dritten Sieg in Serie verpasst: MT Melsungen spielt in Minden 30:30

Traf sieben Sekunden vor Schluss zum 30:30: Melsungens Kai Häfner.
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Traf sieben Sekunden vor Schluss zum 30:30: Melsungens Kai Häfner.

Die MT Melsungen hat ihren dritten Sieg in Serie in der Handball-Bundesliga verpasst. Bei GWD Minden führten die Nordhessen in der ersten Halbzeit zwar zwischenzeitlich mit fünf Toren, mussten am Ende aber froh sein, dass sie noch ein Unentschieden erreichten.

Kai Häfner sorgte mit seinem Treffer zum 30:30-Endstand sieben Sekunden vor dem Schluss dafür, dass die Melsunger zumindest einen Punkt mitnahmen. Wie schon im Hinspiel, das in Kassel 24:24 endete, gab es so auch diesmal ein Remis.

Bei den Gästen fehlte Kreisläufer Felix Danner, der beim Heimspiel gegen Göppingen nach einem Foul an ihm mit Verdacht auf Nasenbeinbruch nicht weiterspielen konnte. Zuletzt hatte er nicht nur im Angriff am Kreis begonnen, sondern auch in der Abwehr im Mittelblock zusammen mit Finn Lemke. Für Danner stand in der Startaufstellung Arnar Freyr Arnarsson, der die defensive und zunächst auch offensive Position von ihm übernahm.

Der Isländer war es auch, dem der erste MT-Treffer zum 1:2 gelang. Dennoch war der Beginn der Melsunger vor allem in der Offensive sehr holprig. Die ersten drei Angriffe endeten mit technischem Fehler, Fehlpass und Fehlwurf. Das änderte sich zunächst nicht. 2:5 stand es aus MT-Sicht nach zehn Minuten. Dabei mussten die Gäste froh sein, dass Torhüter Silvio Heinevetter sofort im Spiel war und den Abstand gering hielt. Allerdings stand ihm zunächst sein Gegenüber Malte Semisch in nichts nach. So führten die Mindener nach 18 Minuten immer noch mit drei Treffern (10:7).

Aber dann fingen sich die Nordhessen. Und wie. In der Abwehr erkämpften sich die Melsunger Ball um Ball. Außerdem hielt Heinevetter weiterhin überragend. Neun Paraden zeigte er schon in der ersten Halbzeit (insgesamt 14), darunter waren zwei gehaltene Siebenmeter – jeweils einen von Kevin Gulliksen und Juri Knorr. Und im Angriff drehten die Melsunger nun auf. Nach einem 8:0-Lauf führten sie auf einmal 15:10 (29.). Für Belebung im Angriff hatte auch Kreisläufer Marino Maric gesorgt, der ab der zehnten Minute für Arnarsson in der Offensive spielte, in der Abwehr blieb der Isländer im Mittelblock. Mit vier Toren war Maric in der ersten Halbzeit bester MT-Torschütze. Etwas ärgerlich war für die Gäste nur, dass sie zur Pause nicht höher führten. Denn erst beendete Lucas Meister zwölf torlose Mindener Minuten mit dem 11:15 (30.), dann traf Doruk Pehlivan sogar noch zum 12:15-Halbzeitstand.

Nach der Pause hatten die Melsunger erneut Startschwierigkeiten. Zwar erzielte Geburtstagskind Yves Kunkel die ersten beiden Treffer der Gäste. Der Linksaußen wurde am Tag des Auswärtsspiels bei seinem Ex-Klub 27 Jahre alt. Aber bei der MT fehlte nun im Angriff das Tempo. Außerdem schlichen sich wieder einige Fehler ein. Und GWD-Torhüter Semisch steigerte sich wieder. So glich Gulliksen per Siebenmeter zum 18:18 (38.) aus.

Die Partie blieb bis in die Schlussphase auf Augenhöhe. Die Melsunger waren nun gerade aus dem Rückraum wieder konsequenter im Angriff und legten zwar immer vor, aber die Gastgeber ließen sich nicht abschütteln, glichen stets wieder aus. Auch, weil sie viel Tempo machten, und immer mal wieder die Schwächen der Melsunger im Rückzugsverhalten ausnutzten. In der 57. Minute gingen die Mindener dann sogar erstmals wieder durch Pehlivan in Führung – 29:28. In der Szene zuvor hatte Tobias Reichmann Pech, als er einen Siebenmeter an das Lattenkreuz warf. In der letzten Minute hatten die Hausherren sogar die Chance, mit dem 31:29 für die Entscheidung zu sorgen. Aber der mittlerweile eingewechselte Nebojsa Simic zeigte eine wichtige Parade. Und auf der anderen Seite traf Häfner, mit sieben Toren bester MT-Torschütze, sieben Sekunden vor Ende mit seinem Unterarm-Wurf zum 30:30-Endstand. (Manuel Kopp)

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