Wetzlars Coach Wandschneider zollt MT viel Respekt – HSG muss Jung-Nationalspieler ersetzen

Duell zweier Überraschungsteams

Kai Wand- schneider

Kassel/Wetzlar. Kürzlich bemerkte Melsungens Manager Axel Geerken süffisant: „Hessen ist das neue Schleswig-Holstein.“ Anfang November standen in der Tabelle der Handball-Bundesliga MT und HSG Wetzlar besser als SG Flensburg/Handewitt und THW Kiel. Inzwischen haben die Spitzenklubs aus dem Norden die Kräfteverhältnisse zurechtgerückt. Dennoch ist das Hessenderby heute ab 19.45 Uhr in der ausverkauften Rittal-Arena auch ein Topspiel: Der Siebtplatzierte erwartet den Vierten.

„Wir sind die dritte positive Überraschung in dieser Saison“, sagt HSG-Trainer Kai Wandschneider. Ähnlich bemerkenswert aus seiner Sicht: das bisherige Abschneiden des Aufsteigers Leipzig – und das der Melsunger: „Überragend, wie die MT näher an die 5-Millionen-Euro-plus-Klubs herangerückt ist.“

Die Mittelhessen werden die Hinserie auf jeden Fall auf einem einstelligen Rang beschließen. Ein bemerkenswerter Erfolg, für den Wandschneider vier Gründe hat: „Gutes Betriebsklima, keine Langzeitverletzten, gute Neuverpflichtungen und ein bisschen Glück.“ Der Portugiese Joao Ferraz glänzt regelmäßig im rechten Rückraum. „Joao hebt nie ab, er wird seinen Weg machen“, lobt der Coach seinen Schützling. Und Jannik Kohlbacher lässt am Kreis aufhorchen. Gegen die MT muss der Jung-Nationalspieler aber wegen Grippe passen.

„Das Duell ist ein Highlight“, erklärt Michael Roth, der Coach der Melsunger. Zuletzt hatte er in Michael Müller, Michael Allendorf und Felix Danner einige angeschlagene Akteure. Zum Derby ist das Trio wieder voll belastbar. „Wir haben gut gearbeitet, sämtliche Abläufe trainiert und wollen wieder eine stabilere Abwehr stellen“, hofft Roth. Sollte sein Team die Halbserie mit den derzeit acht Minuspunkten beenden, wäre das ein großartiger Erfolg – und durchaus wichtig für die Moral vor dem Knüller im Pokal-Viertelfinale in Ludwigshafen bei den Rhein-Neckar Löwen. • So könnten sie spielen: HSG: Wolff - Laudt, Fäth, Ferraz - Holst, Joli - S. Weber MT: Sjöstrand - Schneider, Rnic, M. Müller - Allendorf, Sellin - Danner. (bjm) Foto: dpa

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